Folge des Angriffs Opec erwägt Ausschluss Russlands aus Ölfördervereinbarung

Die Sanktionen gegen Russland hindern mittelbar auch die Opec-Staaten daran, die Förderung auszuweiten. Jetzt will sich das Kartell des Problems entledigen.
Opec-Funktionäre Abdulaziz bin Salman bin Abdulaziz Al Saud Abdulaziz bin Salman bin Abdulaziz Al Saud (r.) und Ihsan Abdul-Jabbar Ismail

Opec-Funktionäre Abdulaziz bin Salman bin Abdulaziz Al Saud Abdulaziz bin Salman bin Abdulaziz Al Saud (r.) und Ihsan Abdul-Jabbar Ismail

Foto: MAZEN MAHDI / AFP

Einige Mitglieder der Opec erwägen einem Medienbericht zufolge, Russland aus einer Ölfördervereinbarung auszuschließen. Hintergrund der Überlegungen sei, dass die westlichen Sanktionen die Fähigkeit des Landes beeinträchtigten, mehr Rohöl zu produzieren, berichtet das »Wall Street Journal« am Dienstag unter Berufung auf Opec-Kreise.

Bei einem Ausschluss Russlands könnten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Opec-Mitgliedsländer mehr fördern, um die Produktionsziele zu erreichen. Einer früheren Einschätzung eines Experten zufolge könnte dies das Ende für die Opec+ bedeuten, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören.

Die Ölpreise haben seit dem russischen Angriff auf die Ukraine auf über 100 Dollar je Barrel zugelegt. Zu Handelsbeginn am Mittwoch hatte sich die Dynamik jedoch deutlich abgeschwächt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 115,63 US-Dollar. Das waren 3 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 14 Cent auf 114,81 Dollar zu.

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Grund für den jüngsten Ölpreisschub war die Aussicht auf ein vermindertes Angebot aus Russland infolge neuer Sanktionen der Europäischen Union (EU) angesichts des Krieges in der Ukraine. Die EU-Staaten hatten sich nach wochenlangem Ringen auf einen Boykott von bestimmten Öllieferungen aus Russland verständigt. Einige Länder wie die USA fordern von der Opec eine Ausweitung der Förderung, um die Ölpreise zu senken.

mik/Reuters
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