Opec Förderländer provozieren Ölkrise

Die Preisspirale auf dem Ölmarkt dreht sich immer weiter. Trotz der hohen Rohölpreise plant die Opec offenbar, die Ölfördermenge weiter zu reduzieren.


AP

Experten befürchten nun, dass eine weitere Reduzierung der Quoten ähnlich wie im vergangenen Jahr zu einer Explosion der Ölpreise führen könnte. Denn die Ölgesellschaften nutzen die Zeiten geringerer Nachfrage normalerweise, um ihre Lager nach der Wintersaison wieder aufzufüllen.

Zu den stärksten Befürwortern einer Reduzierung der Ölfördermenge gehört nach Informationen des "Wall Street Journal Europe" Saudi Arabien. Vertreter des saudischen Königshauses wollten sich schon auf der nächsten Opec-Sitzung im kommenden Monat dafür einsetzen.

Das derzeitige Angebot auf den internationalen Märkten und die Entwicklung in den nächsten Monaten machten einen solchen Schritt notwendig, begründeten Opec-Vertreter die Initiative. "Alle Zeichen deuten auf eine Reduzierung der Fördermenge, denn während des zweiten Quartals ist die Nachfrage traditionell niedrig", erklärte der Opec-Generalsekretär Ali Rodriguez.

Im vergangenen Monat hatte die Opec die Fördermenge bereits um 1,5 Millionen Barrel pro Tag gesenkt und so den Preis auf zwischendurch mehr als 30 Dollar pro Barrel getrieben.



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