Opel Rüsselsheim Schlechte Noten vom Konzernchef

Unangenehme Nachrichten für Opel in Rüsselsheim: Der Chef des Mutterkonzerns General Motors, Rick Wagoner, zweifelt an der Wettbewerbsfähigkeit des Werkes. Im harten Standortwettbewerb sammelt die schwedische Saab-Fabrik Punkte.


Endkontrolle an Opel Vectra in Rüsselsheim: "Strukturelle Probleme" moniert
DPA

Endkontrolle an Opel Vectra in Rüsselsheim: "Strukturelle Probleme" moniert

Hamburg/Detroit - Das Werk sei "nicht so wettbewerbsfähig, gemessen daran, wie viele Fahrzeuge pro Stunde produziert werden", sagte Wagoner laut "Stern". Hinzu kämen "Deutschlands strukturelle Probleme. Das sei, wenn alle anderen Faktoren gleich sind, ein Wettbewerbsnachteil für Rüsselsheim.

Noch sei die Entscheidung nicht gefallen, ob GM Chart zeigendas Opel-Werk in Rüsselsheim oder die Saab-Produktionsstätte im schwedischen Trollhättan schließen werde - Wagoner hat in der Frage jetzt erstmals öffentlich Stellung genommen.

Wagoners "Vielleicht" für Rüsselsheim

Die Nachfrage nach Mittelklassenwagen reiche jedenfalls nicht aus, um mehr als eine Fabrik in Europa auszulasten, sagte Wagoner. "Entscheidend dafür, wer den Zuschlag bekommt, wird sein, welches Werk wettbewerbsfähiger ist." Am Verlierer-Standort könne man überlegen, "ob wir ein anderes Produkt finden, das wir dort bauen können", sagte Wagoner.

CEO Wagoner: Erste öffentliche Aussagen zur Standortfrage
AP

CEO Wagoner: Erste öffentliche Aussagen zur Standortfrage

Wagoners Aussagen könnte man als Antwort auf die Forderungen der Beschäftigten in Europa werten - Saab und Opel sind GM-Töchter. In einer gemeinsamen Erklärung hatten die Arbeitnehmervertreter eine Offensive der Konzernleitung gefordert, um mit neuen und innovativen Produkten Marktanteile zurückzugewinnen und Werksschließungen zu verhindern.

Außerdem verlangten die Betriebsräte einen Zukunftsvertrag für alle europäischen Standorte von General Motors, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.



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