Opel-Sanierungsplan GM entscheidet erst nach Weihnachten

Im Konflikt um das Sparpaket beim Autobauer Opel werden sich die Verhandlungen bis weit ins nächste Jahr hinziehen. Der Mutterkonzern GM will sich nach Angaben seines europäischen Statthalters Carl-Peter Forster frühesten im zweiten Quartal 2005 für oder gegen den Standort Rüsselsheim entscheiden.


Forster: Mindestens 500 Millionen Euro will GM einsparen
DDP

Forster: Mindestens 500 Millionen Euro will GM einsparen

Frankfurt am Main - Es werde wegen der Standortentscheidung für die neue Mittelklasse "wohl bis zum zweiten Quartal 2005 dauern", um die Gespräche zu beenden und die Maßnahmen von den Gremien absegnen zu lassen, sagte der Europapräsident des Opel-Mutterkonzerns General MotorsChart zeigen, Carl-Peter Forster, dem "Handelsblatt". Erst dann könne in allen Punkten mit der Umsetzung begonnen werden.

Dennoch halte GM daran fest, den Großteil der geplanten Sanierungsmaßnahmen noch im Jahr 2005 umzusetzen, so Forster. Trotz einer sich abzeichnenden Einigung über einen Stellenabbau könne ein Kompromiss über die Senkung der Arbeitskosten allerdings kaum mehr vor Weihnachten erzielt werden, hieß es ergänzend in Unternehmenskreisen.

GM will nach Forsters Worten noch mehr als die bisher genannten 500 Millionen Euro pro Jahr im defizitären europäischen Geschäft einsparen. Dies sei nur ein Mindestziel, sagte Forster. "Wir wollen aber eindeutig mehr einsparen."

Der Sanierungsplan für Europa setzt nach Einschätzung des GM-Europapräsidenten die Mittel frei, die der Mutterkonzern für die Verwirklichung neuer Konzepte braucht. "Wir wollen in den kommenden fünf Jahren 45 neue Modelle und Varianten auf den Markt bringen", kündigte er an.



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