Opel-Verkauf General Motors und Magna teilen den Weltmarkt auf

Die Zukunft von Opel wird klarer: Bieter Magna soll sich laut einem Zeitungsbericht mit GM über den künftigen Marktzugang von Opel geeinigt haben. Die USA bleiben demnach GM vorbehalten, dafür hat Opel freie Hand in China.


Detroit/Düsseldorf - General Motors (GM) Chart zeigen gibt die Richtung vor: Sollte Magna den Zuschlag bei der GM-Tochter Opel erhalten, bleibt der US-Markt für den deutschen Hersteller weiterhin tabu. So sieht laut "Handelsblatt" eine vorläufige Einigung zwischen dem kanadischen Autozulieferer Magna Chart zeigen und GM aus.

Opel-Produktion in Eisenach: Kein Zugang zum US-Markt
DPA

Opel-Produktion in Eisenach: Kein Zugang zum US-Markt

Demnach wäre Opel der Zugang zum US-Markt zwar weiterhin verwehrt, in China aber könnte der Autobauer dagegen sein vorhandenes Händlernetz weiter beliefern, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Verhandlungskreise weiter. Voraussichtlich werde der deutsche Autobauer zudem ab 2012 in Kanada aktiv werden können. Darüber hinaus erwägen Magna und Opel offenbar, für den russischen Markt eine neue Marke zu etablieren. Sie soll robuste und kostengünstige Modelle für den Massenmarkt herstellen. Der Magna-Aufsichtsrat werde sich am 14. Juli mit der Offerte für Opel beschäftigen, teilte der Zulieferer am Montag mit und bestätigte damit einen Bericht des österreichischen "Wirtschaftsblatts".

Unterdessen sind die Chancen von General Motors gestiegen, das Anfang Juni begonnene Insolvenzverfahren rasch abzuschließen. Ein Insolvenzgericht genehmigte am Sonntagabend (Ortszeit) den Verkauf der profitablen Unternehmensteile an einen neuen Konzern, der mehrheitlich im Besitz der US-Regierung sein soll. Der Verkauf sei notwendig, um kurzfristige und bleibende Schäden von GM abzuhalten, entschied Richter Robert Gerber. Nach den Plänen wird der größte Teil des Unternehmens an eine "neue" GM-Gesellschaft verkauft, die zu 60 Prozent im Besitz der US-Regierung sein wird. Kanada erhält 12,5 Prozent der Anteile, die Gewerkschaft UAW 17,5 Prozent. Zehn Prozent bleiben für die Inhaber unbesicherter Anleihen.

Durch den Verkauf der profitablen Unternehmensanteile kann sich der Konzern von Schulden, überzähligen Händlern und Modellmarken trennen. Die deutsche Marke Opel, die seit Anfang Juni im Besitz einer Treuhandgesellschaft ist, wäre von der Transaktion nicht betroffen. Die bisherigen GM-Aktionäre verlieren jedoch ihre Anteile. Der Rest des insolventen Unternehmens einschließlich einiger stillgelegter Fabriken bleibt als "alte" GM übrig und wird liquidiert.

Besitzer von GM-Schuldverschreibungen, Gewerkschaften und Verbraucherverbände machten bei dem Gericht zahlreiche Einwände gegen den Plan geltend. Es ist anzunehmen, dass Gegner des Plans bis vor den Obersten Gerichtshof ziehen werden.

yes/AP/ddp



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Seite 1
Benjamin1965 30.03.2009
1. Grosse Frage
Zitat von sysopFührungswechsel bei GM, großer Druck der US-Regierung, umstrittene Sanierungspläne - die Auto-Giganten von Detroit sind in ihrer schwersten Krise. Was muss passieren, damit sie überleben können?
Sollen sie ueberleben? Ist das im Interesse des deutschen Volkes? Ist das Interesse der Amerikaner? Eines ist absolut sicher: Obama (und jeder andere US President) werden US Interessen vor jegliche andere Interessen der Welt stellen. Leider kann man das von einer deutschen Regierung nicht behaupten.
Laotse, 30.03.2009
2. Verpuppung
Zitat von sysopFührungswechsel bei GM, großer Druck der US-Regierung, umstrittene Sanierungspläne - die Auto-Giganten von Detroit sind in ihrer schwersten Krise. Was muss passieren, damit sie überleben können?
Da müssen aus den fetten Raupen leichte Schmetterlinge werden und das wird nur im Kokon von US-Insolvenzverfahren möglich sein. Abwehr- oder Verzögerungsstrategien werden - so verständlich sie politisch und menschlich auch sind - nur zusätzliche verpulverte Kosten bedeuten. Dazu gehören auch die jetzt beschlossenen weiteren Nachfristen der US-Regierung.
Beutz 30.03.2009
3. Versager
Zitat von sysopFührungswechsel bei GM, großer Druck der US-Regierung, umstrittene Sanierungspläne - die Auto-Giganten von Detroit sind in ihrer schwersten Krise. Was muss passieren, damit sie überleben können?
Es passiert -im Gegensatz zu D- endlich das, was passieren muss. Liebe Grüße.
Tom_63, 30.03.2009
4. Neue Produkte
Zitat von sysopFührungswechsel bei GM, großer Druck der US-Regierung, umstrittene Sanierungspläne - die Auto-Giganten von Detroit sind in ihrer schwersten Krise. Was muss passieren, damit sie überleben können?
Hätten die Taugenichtse von Manager schon früher nach alternativen Antrieben gesucht wäre es nicht soweit gekommen. Bush war da sicher auch ein Bremser und als Präsident ein Versager. Bei den Deutschen Autobauern gilt das Gleiche. Wenn sie weiter so schlafen dann ist es auch um sie geschehen. Auf keinen Fall dürften die Autobauer durch staatliche Hilfe gestützt werden. Dies gilt auch für die Banken.
kleinrentner 30.03.2009
5. nur wer für den Markt sprich Nachfrage produziert
Zitat von LaotseDa müssen aus den fetten Raupen leichte Schmetterlinge werden und das wird nur im Kokon von US-Insolvenzverfahren möglich sein. Abwehr- oder Verzögerungsstrategien werden - so verständlich sie politisch und menschlich auch sind - nur zusätzliche verpulverte Kosten bedeuten. Dazu gehören auch die jetzt beschlossenen weiteren Nachfristen der US-Regierung.
hat es verdient gerettet zu werden. So gesehen ist eine Anpassung über ein geordnetes Insolvenzverfahren zu befürworten. Entspricht ja auch den Marktregeln!!! Für De sei noch zu sagen, dass ich es unerträglich finde, wie die asozialen Opelbetriebsräte, denen das Schicksal und vor allem die Arbeitsbedingungen ihrer Leih-und Zeitarbeiter jahrelang nicht im Geringsten interessierte, jetzt die deutsche Politik mitleidsheischend versuchen in eine Staatsbeteiligung zu quatschen. Schlage vor, die Herren Betriebsräte fahren nach Detroit und jammern da, bei ihrem Herrn und Brötchengeber. Opel ist schliesslich seit 80 Jahren kein deutsches Unternehmen mehr, und als Steuerzahler ein Totalverweigerer.
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