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Otto Wolff - ein Unternehmer-Denkmal wackelt

Er saß bei fast jedem Festakt in der ersten Reihe, fehlte bei kaum einem Bonner Staatsempfang, war immer zu allem möglichen zu vernehmen: Otto Wolff von Amerongen gefiel sich mehr als zwei Jahrzehnte in der Rolle des deutschen Vorzeige-Unternehmers. Doch seit geraumer Zeit ist da nichts mehr zu zeigen, Wolffs Kölner Firmengruppe steckt in Schwierigkeiten. Die Ära Wolff im Industrie-Lobbyismus geht ihrem Ende entgegen. *
aus DER SPIEGEL 45/1987

Otto Wolff von Amerongen, 69, weiß, wie das ist, wenn einen Unternehmer das Glück verläßt. Er hat in seinem langen Industriellen-Leben oft mit ansehen müssen, wie ruhmreiche Industrie-Karrieren ein Ende fanden. Und er hat verfolgen können, wie mit der Firma auch vermeintlich gute Freunde und Kollegen verlorengingen.

Wolffs Nachbar im Kölner Vorort Marienburg, der Versicherungsunternehmer Hans Gerling, stand ziemlich allein da, als seine Herstatt-Bank pleite war; und einsam wurde es auch um den vorher bejubelten Fürther Elektroindustriellen Max Grundig, als der wegen akuter Finanzprobleme seinen Konzern verkaufen mußte.

Die Festreden von vorgestern sind schnell vergessen, was zählt, das ist letztendlich nur das Resultat der Gewinnund-Verlust-Rechnung.

In dieser unbarmherzigen und unbestechlichen Rangliste ist Otto Wolff, der Deutschlands Unternehmertum über zwei Jahrzehnte hinweg repräsentierte, in den letzten Wochen um etliche Plätze tiefer gerutscht.

Ein Unternehmer-Denkmal bröckelt. Der Mann, der seit 18 Jahren als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) Sprecher der deutschen Wirtschaft ist und als Wegbereiter des Osthandels gilt, ist mit seiner Firmengruppe in Schwierigkeiten. Anfang Oktober suchte Wolff zur Rettung seines angeschlagenen Konzerns bei Banken um Kredit- und bei Industriekonzernen um Partnerhilfe nach.

Für die DIHT-Oberen war das ein Signal, den Abgang ihres Dauerpräsidenten einzuleiten. Der ehrgeizige Schwabe Hans Peter Stihl, Maschinenbaufabrikant und Chefunterhändler der Metallindustrie bei den Tarifverhandlungen, ließ Interesse an der Nachfolge durchblicken. Zwei weitere Kandidaten brachten sich ins Spiel: Hans Messer, IHK-Präsident aus Frankfurt, und dessen Kollege Berthold Leibinger aus Stuttgart.

Die DIHT-Anführer haben die Sorge, auch ihnen könnte ein Fall Fasolt passieren. Der Bonner Fliesenfabrikant Nikolaus Fasolt war 1978 gerade zum Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) gekürt worden, da mußte sein marodes Unternehmen finanziell abgestützt werden. Als die Fabrik dennoch nicht zu retten war, mußte Fasolt beim BDI abdanken.

Wolffs Firmengruppe, die 1986 rund fünf Milliarden Mark umsetzte, ist ohne drastische Einschnitte kaum zu retten. Denn keiner der angesprochenen Konzerne, darunter Thyssen, Hoesch, Krupp, Mannesmann und die österreichische Staatsfirma Voest, wollte als Sanierungshelfer einspringen.

Der Kölner Industrielle entschloß sich daher zu einem drastischen Schritt. Überraschend setzte er sich von einem Kernstück seines Konzerns, der Maschinen- und Anlagenbau-Firma PHB Weserhütte AG (PWH), ab.

Bei der PWH mit ihren 6500 Beschäftigten werden die Verluste bis zum Ende dieses Jahres auf insgesamt mehr als 200 Millionen Mark anwachsen. Zum Schutz der Muttergesellschaft, ließ Wolff vorigen Montag erklären, könne er für die PWH keine weiteren Mittel mehr zum Verlustausgleich bereitstellen. Soll heißen: Wenn die Banken oder andere Geldgeber nicht zahlen, geht die Wolff-Firma in den Vergleich.

Die Wolff-Aktion war selbst der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, die den Kölner stets mit äußerstem Wohlwollen behandelt hatte, zuviel. Es sei »ein Trauerspiel«, kommentierte das Blatt, wie sich der Unternehmer von seiner Tochterfirma verabschiede.

Mit der Flucht aus der PWH will Wolff seinen restlichen Firmenbesitz retten. Selbst wenn ihm das gelänge: Am Niedergang eines der letzten großen Familien-Unternehmen und an dem Ansehensverlust des Firmenpatriarchen wird das nicht viel ändern.

Wolff, der von seiner Machtfülle nicht lassen wollte, reiht sich ein in die Schar jener über lange Jahre erfolgreichen Nachkriegsunternehmer, die am Ende den rechtzeitigen Rückzug aufs Altenteil verpaßten. Bis zur Vollendung seines 70. Lebensjahres wollte sich der Stahlindustrielle im Glanz eines DIHT-Präsidenten sonnen. Im Februar 1988 will er sich daher noch einmal für eine weitere Amtsperiode zur Wahl stellen.

Der Posten hat Deutschlands dienstältestem Industriellen, der schon 1940 mit 22 Jahren Vaters Firmenerbe antrat und erst Mitte 1986 vom Vorstandsvorsitz an die Spitze des Aufsichtsrats wechselte, daheim und draußen viel Anerkennung eingebracht. Und Otto Wolff, mit der eigenen Firma und dem DIHT-Job eigentlich bestens ausgelastet, hat keines der ehrenvollen Ämter ausgeschlagen, die man ihm antrug.

In 13 Aufsichts- und Beiräten deutscher Unternehmer nimmt er mehrmals jährlich Platz. Als einziger Ausländer sitzt er im Board des Ölmultis Exxon. Er ist Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und leitet den Beraterkreis der Deutschen Bank. Vom Computer-Riesen IBM wurde er in den Beirat der europäischen Tochtergesellschaft berufen. Der US-Konzern United Technologies und der Creditanstalt-Bankverein Wien spannten ihn als Berater ein.

Der Mann aus Köln, dessen Sprachfärbung stets an die rheinische Herkunft erinnert, fühlt sich darüber hinaus der Heimatstadt verpflichtet. Seit gut 20 Jahren reklamiert er die Präsidentschaft der Kölner IHK für sich. Im Karneval fehlt er bei kaum einer Prinzenproklamation, und beim Bundesligaklub 1. FC Köln mischte er lange an der Spitze des Verwaltungsrats mit. Im Tennis-Club Rot-Weiß amtiert Otto Wolff noch heute als Vorsitzender, und er läßt es sich nicht nehmen - ein Glas Kölsch in der Hand -, die Siegerehrung bei der Klubmeisterschaft zu besorgen.

Wolff war stets ein gieriger Konsument der Droge Ruhm und Macht. Wenn die Spitzen der Industrie im Schlepptau der Bonner Kanzler nach Moskau, Peking oder Washington jetteten - der DIHT-Mann war stets dabei. Im nahe gelegenen Bonn versäumte er keine Gelegenheit, gehört und gesehen zu werden. Sein Rat und seine leutselige Art, mit der er festgefahrene Positionen auflockern konnte, waren auch von den Politikern gefragt.

Die Auftritte in der Konzern-Zentrale in der Kölner Zeughausstraße, wegen der dunkelblauen Fassade hausintern »blauer Otto« genannt, hatten da eher Seltenheitswert. Der Ämtertourismus kostete viel Zeit. Das hätte sich für die Wolff-Firmen auch kaum negativ ausgewirkt, hätte der Patron für ein ordentliches Spitzenmanagement gesorgt. Aber da haperte es. Wer im Wolff-Konzern nach oben kam, verdankte seine Karriere nicht unbedingt kaufmännischen Qualitäten. Wolff lag mehr an Mitarbeitern, die ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit vorzuweisen hatten.

Verwandtschaftsgrade oder freundschaftliche Beziehungen zur Familie gaben zuweilen den Ausschlag. Meistens half auch, wenn der Aspirant von adeliger Abkunft war.

Die Liste der ehemaligen Wolff-Assistenten liest sich wie ein Auszug aus dem Adelsführer. Keinem von ihnen - ob Jochen von der Goltz, Freiherr Michael von Waldthausen, Graf Christian von Plessen oder Finanzvorstand Hans-Botho von Portatius - traute der Chef und Mehrheitsaktionär letztlich zu, den Konzern zu leiten. Der umtriebige Wolff war schon fast 65, als er sich draußen nach einem Kronprinzen umsah. Und das tat er auch erst, weil ihn die Freunde von der Deutschen Bank drängten.

Wolff holte sich bei der Suche nur Abfuhren. Weder Ruhrgas-Chef Klaus Liesen noch Preussag-General Günther Saßmannshausen waren bereit, den konzeptionslosen Konzern zu übernehmen. Selbst mit viel Geld und einer kleinen Beteiligung war keine Vorzeigekraft anzulocken.

Nach einer langen Bedenkzeit übernahm schließlich Schwiegersohn Arend Oetker im Juli 1986 den Chefposten. Oetker, Inhaber der erfolgreichen Marmeladenfabrik Schwartauer Werke und ein Neffe des Bielefelder Industriellen Rudolf August Oetker, hatte schon bei erster Durchsicht der Bücher in Köln die Schwachstellen entdeckt.

Der Ehemann der Wolff-Tochter Claudia erkannte, wie bedrohlich der Konzern abgedriftet war. Dem Schwiegerpapa, der sich bei seinen öffentlichen Auftritten gekonnt als erfolgreicher Unternehmer präsentierte, waren all die Fehler unterlaufen, die schon Familien-Unternehmen wie Bauknecht oder Konzerne wie die AEG niedergemacht hatten.

Das Reich des Otto Wolff ist ein ziemlich bunter Gemischtwarenladen. Bleche und Bohrgeräte, Schrauben und Schrott. Maschinen und Meßgeräte, Sanitäres für Bad und Küche - fast alles, was aus Stahl ist, wird bei Wolff produziert oder gehandelt.

Der Niedergang des Wolff-Imperiums begann mit einem teuren Mißgriff des Chefs in den USA, dem von deutschen Unternehmern verklärten Wunderland des Kapitalismus. Im Alleingang hatte der Kölner in Texas eine Stahlfabrik gekauft.

Bei der Entscheidung spielte wohl mehr die Nähe zu seiner Diamond-X-Ranch eine Rolle als der Zustand der Produktionsanlagen. Die älteste Maschine in dem Werk, das Baustahl und Maschendraht für Viehzäune herstellte, trug das Herstellungsdatum 1898.

Wolff kaufte die Fabrik schon zu einem unglücklichen Augenblick, als die Stahlkonjunktur tief durchhing. Doch es wurde danach noch schlimmer. In Texas verfielen die Ölpreise, und daraufhin brach der Baumarkt zusammen. Die Verluste von rund einer viertel Milliarde Mark konnte Wolff nur mit Hilfe der Deutschen Bank wegstecken.

Gleich danach mußte »Ötsch«, wie Otto Wolff von seinen Kölner Freunden gerufen wird, die nächsten Pannen ausbügeln. Bei zwei Großaufträgen über die Lieferung von Bohrgeräten nach Südafrika und Brasilien kamen Verluste von rund 50 Millionen Mark zusammen.

So richtig auf die schiefe Ebene geriet die Gruppe erst durch das Desaster mit der PWH. Der Hersteller von Laderampen, Schürfgeräten, Rolltreppen und Rangieranlagen häufte im Geschäftsjahr 1986 einen Verlust von 128 Millionen Mark an. Im laufenden Jahr dürften noch mal rote Zahlen in Höhe von rund 100 Millionen Mark dazukommen.

Das von Wolff viel zu lasch kontrollierte Management hatte die Firma noch weiter in die Expansion getrieben, als durch den Verfall der Dollar und Rohstoffpreise Schwierigkeiten bei den Abnehmern in der Grundstoffindustrie abzusehen waren. Gleichzeitig mußte die PWH für Ausfälle bei Tochtergesellschaften in Frankreich geradestehen.

Die Aussichten der desolaten PWH-Gruppe, die laut Bundesanzeiger inzwischen

die Hälfte des Grundkapitals verspielt hat, sind heute denkbar schlecht. Die Auftragseingänge fielen 1987 auf ein Viertel des Vorjahres.

Am Dienstag dieser Woche werden der Pensions-Sicherungs-Verein der deutschen Wirtschaft (PSV) und die Geldgeber aus den Banken über das Schicksal der von Wolff im Stich gelassenen Weserhütte beraten. Unter den 34 Gläubiger-Banken sind einige ausländische Institute, die im Vertrauen auf den guten Namen Wolff die Weserhütte mit Krediten oder Bürgschaften stützten.

Die Banken sollen nun auch für 230 Millionen Mark geradestehen, die PWH-Kunden für noch nicht gelieferte Anlagen bereits angezahlt haben.

Nur mit enormen Forderungsverzichten der Banken sowie des PSV in Höhe von maximal 75 Millionen Mark könnte die Firma noch am Konkurs vorbeischrammen. Nur dann bestünde noch eine Chance, für das Unternehmen einen Käufer zu finden.

Nicht ohne Genugtuung kann Hoesch-Chef Detlev Karsten Rohwedder zusehen, wie der Kaufpreis für das rheinische Unternehmen von Tag zu Tag tiefer abfällt. Rohwedder hat ein Vorkaufsrecht, und er hat durchaus ein Interesse, bei der PWH einzusteigen.

Schon vor vier Jahren hatte der Hoesch-Manager eine Fusion der Weserhütte mit seiner in dem gleichen Geschäft arbeitenden Tochterfirma Orenstein & Koppel im Auge. Das war für ihn der Grund, vom Luxemburger Arbed-Konzern 49,58 Prozent der PWH-Aktien zu übernehmen. Otto Wolff, der damals 49,94 Prozent der PWH-Anteile besaß, durchkreuzte den Fusionsplan. Heimlich ließ er auf dem freien Markt die zur Mehrheit fehlenden Aktien beschaffen.

Der Kölner Industrielle verstieß damit gegen eine alte Absprache mit der Arbed, wonach keiner der Partner hinterrücks den PWH-Anteil aufstocken durfte. Rohwedder verkaufte schließlich im Frühjahr 1986 resignierend sein Paket an Wolff; er kassierte für die Aktien sieben Millionen Mark mehr, als er selbst an Arbed gezahlt hatte.

Mit Wolffs listigem Spiel war die Chance vertan, durch eine Fusion die beiden Maschinenbaufirmen in eine bessere Zukunft zu führen. Für die Deutsche Bank war das unfaire Manöver ein Signal, Otto Wolff schärfer auf die Finger zu sehen. Der mächtige Geldkonzern blieb bei dem Aktien-Monopoly außen vor, obwohl er seit vielen Jahren bei Hoesch wie im Wolff-Konzern den Aufsichtsratsvorsitzenden stellte.

Unangenehm berührt zeigten sich die Herren der Deutschen Bank auch darüber, wie Otto Wolff seinen langjährigen PWH-Chef Peter Jungen behandelte.

Als Jungen, einstmals Assistent von Wolff und wie sein Protektor auf öffentliche Anerkennung bedacht, seinem Arbeitgeber den Wechsel an die Spitze des Baukonzerns Strabag offenbarte, schoben Wolff und Oetker ihm die Schuld am Weserhütten-Debakel zu. Es war ein einmaliger Vorgang, als in der PWH-Hauptversammlung im vergangenen Juli die Inhaber-Sippe dem schon zur Strabag gewechselten Jungen ohne Angabe von Gründen die aktienrechtlich erforderliche Entlastung verweigerte.

Nach und nach gingen die starken Männer der Deutschen Bank, Friedrich Wilhelm Christians und Alfred Herrhausen, auf Distanz zum Unternehmer Wolff. Christians leitete lange den Wolff-Aufsichtsrat, und Herrhausen seit Mai 1985 neben Christians Sprecher des Geldhauses, ist dem Kölner seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden.

Herrhausen wurde von Wolff schon früh als Testamentsvollstrecker ausersehen. Bei einem seiner Besuche auf der Diamond-X-Ranch in Texas lernte Herrhausen die Freundin von Otto Wolffs Frau Winnie kennen; wenig später heiratete Herrhausen die Österreicherin.

Seinem Freund Otto verdankt Herrhausen so manchen politischen Kontakt. In Wolffs Ferienhaus am Wolfgangsee das einst dem Schauspieler Emil Jannings gehörte, machte der DIHT-Präsident den Banker mit Helmut Kohl bekannt. Seither gilt Herrhausen als Wirtschaftsberater des Kanzlers.

Wenn Wolff in seinem Herrenhaus in Köln-Marienburg Polit-Prominenz wie den ehemaligen Bonner Sowjetbotschafter Wladimir Semjonow oder den designierten chinesischen Ministerpräsidenten Li Peng zu Besuch hatte, wurde meist auch der Freund aus Frankfurt dazugebeten.

Als die Bundesregierung vor fünf Jahren zur Lösung der deutschen Stahlmisere drei Gutachter einsetzte, war auf Empfehlung von Wolff auch Herrhausen dabei. Der Industrielle spickte den Bankier mit Interna aus den monatlichen Lagebesprechungen der deutschen Stahlbosse.

All diese Verbindungen halfen Wolff jetzt nicht mehr als die Verbindlichkeiten bei der PWH immer höher wuchsen. Herrhausen, der nicht in den Geruch der Protektion kommen wollte, mußte die schützende Hand vom Freund nehmen: Großzügige Kredite für Wolffs Firmengruppe waren nicht mehr drin.

Die Haltung der spitz rechnenden Bankiers wurde auch beeinflußt vom Desaster an den Weltbörsen. Durch die Kursstürze von Dollar und Wertpapieren sind Wolffs private Vermögensanlagen in den USA stark im Wert gesunken. Um in der brenzligen Situation vor Ort zu sein, flog Wolff vergangene Woche, auf dem Höhepunkt seiner Konzernkrise, nach New York.

Schwiegersohn und Vorstandschef Arend Oetker machte derweil in Krisenmanagement und kaufte sich vergangene Woche mit 11,2 Prozent in den Konzern ein. Damit wolle er, so Oetker, sein Vertrauen in die Gruppe demonstrieren.

Was Oetker nicht erwähnte: Der Kaufbetrag in zweistelliger Millionenhöhe fließt nicht in die Kasse des Kölner Konzerns, sondern auf ein Privatkonto in Koblenz. Verkäufer des Aktienpakets ist der Toyota-Händler Charles Wolff - ein Neffe von Otto Wolff.

[Grafiktext]

DAS REICH DES OTTO WOLFF Die wichtigsten Unternehmen der Otto Wolff-Gruppe PHB Westerhütte AG, Köln Otto Wolff US Holding Corp., Houston PHB Gesellschaft für Industriebeteiligungen mbH, Köln Otto Wolff Handelsgesellschaft, Köln Rasselstein AG, Neuwied Eisen und Hüttenwerke AG, Köln Stadtwerke Bochum AG, Bochum Ferrum GmbH, Saarbrücken Otto Wolff Flachstahl GmbH, Köln Wirth Maschinen und Bohrgeräte-Fabrik GmbH, Erkelenz Hommel GmbH, Köln Hommelwerke GmbH, Villingen-Schwenningen Otto Wolff Industrie Anlagengesellschaft mbH, Köln EBG Elektroblech Gesellschaft mbH, Bochum Otto Wolff AG, Köln; Grundkapital: 100 Mill. Mark

[GrafiktextEnde]

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