Topps übernimmt Panini steigt zur EM 2024 aus Geschäft mit Fußball-Sammelbildern aus

Seit Jahrzehnten gehören sie zu Fußballturnieren wie der Ball selbst: Panini-Sammelbilder. Nun geht das lukrative Geschäft mit den Klebefotos an ein US-Unternehmen.
Panini-Bilder: Fußballergesichter soll nun der Verlag Topps vermarkten

Panini-Bilder: Fußballergesichter soll nun der Verlag Topps vermarkten

Foto: Christoph Hardt / Future Image / IMAGO

Für die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland müssen sich Sammelalben-Fans auf eine Neuerung gefasst machen. Der US-amerikanische Sammelkarten-Hersteller Topps wurde Partner der Euro 2024 sowie 2028 und vertreibt damit die offiziellen Sticker für diese Turniere, wie das Unternehmen mitteilt.

Damit endet die jahrzehntelange Partnerschaft der Kult-Sammelbildchen-Firma Panini aus dem italienischen Modena, die nach Angaben der Europäischen Fußball-Union UEFA 1980 begann. Das Unternehmen äußerte sich auf Nachfrage des SPIEGEL zunächst nicht dazu. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung darüber berichtet.

»Für Topps ist es ein absoluter Meilenstein, da wir unsere erste Partnerschaft mit der Uefa Euro in unserer über 70-jährigen Geschichte feiern«, sagte Topps-Marketing-Chef Patrick Rausch laut Mitteilung. Als Werbegesicht holte sich die Firma die portugiesische Trainer-Legende José Mourinho ins Boot. »The Special One« (der Besondere), wie ihn seine Fans oft nennen, trainiert aktuell den italienischen Serie-A-Club AS Rom.

Der Unternehmer und Verleger Franco Cosimo Panini gilt als Erfinder der Fußball-Sammelsticker. Verkauft werden die Klebebildchen in Tüten von meist fünf Stück, was dazu führt, dass man immer viele Doubletten hat, während man ein Sammelalbum füllt. Die Bilder sind beliebte Tauschware auf Schulhöfen. 1961 gab Panini die ersten Sammelbilder heraus, damals zur italienischen Ersten Liga.

Der US-Konzern Topps hat nicht nur Sammelkarten im Angebot, sondern auch Süßwaren. Groß wurde die Firma mit den Bazooka-Kaugummis, die in Sammelbilder eingepackt waren. In den 1950er Jahren wurden dann Sammelkarten, ähnlich denen von Panini, zu einem wichtigen Geschäft. Erst wurden darauf Western- und TV-Stars gezeigt, bald kamen Sportler aus dem Baseball dazu. Das Europa-Geschäft wird vom englischen Milton Keynes aus gesteuert.

mamk/dpa