Warnung an Fluggäste Leitungswasser am Berliner Flughafen mit Bakterien verunreinigt

Nächste Hiobsbotschaft für den Hauptstadtflughafen BER: Bei einer Kontrolle wurden Bakterien im Leitungswasser entdeckt. Die Ursache ist unklar, Reisende werden nun gewarnt.
Absperrbänder am BER

Absperrbänder am BER

Foto: Anita Bugge / imago images/Future Image

Der Berliner Flughafen BER hat ein neues Problem – dieses Mal mit dem Wasser. Bei einem Routinetest im Hauptterminal wurden coliforme Bakterien gefunden. Das teilte die Betreibergesellschaft mit. Das Wasser in allen Sanitäreinrichtungen des Terminals eins solle bis auf Weiteres nicht als Trinkwasser genutzt werden. Betroffen sei auch das Regierungsterminal.

»Die Ursache für die Verunreinigung ist unklar«, teilte das Unternehmen mit. Das Gesundheitsamt und der Trinkwasseranbieter seien informiert. Alle Leitungen würden nun gespült. Das werde mehrere Tage dauern, sagte ein Sprecher. Fluggäste werden demnach mit Durchsagen und Informationsblättern unterrichtet.

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Coliforme Bakterien kommen sowohl im Darm als auch in der Natur vor. Die Keime können Magen-Darm-Erkrankungen etwa mit Durchfall oder Erbrechen auslösen. Betroffen sind neben den Terminals auch das Gebäude der Bundespolizei und die ILA-Messehallen.

Hilferuf zum ersten Jubiläum

Nach mehreren Verzögerungen wurde der BER am 31. Oktober 2020 eröffnet. Gab es zunächst Corona-bedingt wenige Passagiere, kämpfte der Flughafen zu Beginn der Herbstferien mit Überlastung und langen Warteschlangen.

Ein Jahr nach der Eröffnung warnte Flughafenchefin Aletta von Massenbach kürzlich in einem Interview mit dem Berliner »Tagesspiegel« vor der desolaten Lage des Hauptstadtflughafens. Sie bat die Bundesregierung um Hilfe, da die Liquidität der Flughafengesellschaft nur noch »bis zum ersten Quartal 2022« reiche. Das Bundesverkehrsministerium sowie das Bundesfinanzministerium reagierten bislang verhalten auf die Bitte um mögliche Finanzhilfen.

atb/dpa
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