Paraskavedekatriaphobie Am Freitag, den 13. melden sich auffällig viele krank

Die Deutschen - ein Volk von Abergläubigen? Die Statistik jedenfalls legt diesen Schluss nahe: An einem Freitag, den 13. melden sich einer Studie zufolge deutlich mehr Arbeitnehmer krank als an anderen Tagen.


Berlin - Auf statistischen Unschärfen lassen sich die Abweichungen nicht zurückführen: Gleich drei- bis fünfmal so viele Arbeitnehmer wie im Monatsdurchschnitt sind an einem Freitag, den 13. krankgeschrieben, wie eine Auswertung von Krankmeldungen der Jahre 2006 bis 2008 ergab. Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hatte für die Erhebung die Daten ihrer zwei Millionen Versicherten ausgewertet und das Ergebnis nach einem statistischen Verfahren auf alle gesetzlich Krankenversicherten hochgerechnet.

Im Durchschnitt blieben deutschlandweit rund eine Million Menschen an einem Freitag mit dem magischen Datum zu Hause, heißt es in der Mitteilung der KKH.

Ein Freitag, der 13. gilt im Volksglauben als Unglückstag. Aberglaube mache offenbar krank, bewertete KKH-Gesundheitsexperte Jochen Rangen das Ergebnis der Auswertung. "Viele Menschen verschieben an einem solchen Freitag Reisen und Geschäfte oder trauen sich gar nicht erst aus dem Bett." In der Fachwelt firmiert die Angst vor dem Unglückstag unter der Bezeichnung "Paraskavedekatriaphobie".

Der 13. März 2009 ist bereits der zweite "schwarze Freitag" in diesem Jahr. Auch der 13. Februar vor vier Wochen fiel auf einen Freitag. Danach haben die abergläubigen wieder eine Weile Ruhe: Der nächste "Schicksalstag" steht im November an.

mik/Reuters



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