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Dasa Partner für die Rüstung

aus DER SPIEGEL 8/1994

Der Münchner Luft- und Raumfahrtkonzern Deutsche Aerospace (Dasa) wird schon wieder umgebaut. Dasa-Chef Jürgen Schrempp und seine Kollegen wollen noch in diesem Sommer einen Großteil der Rüstungsgeschäfte in deutsch-französische Tochterfirmen einbringen. Lenkflugkörper wie Raketen oder Drohnen wollen die Bayern künftig zusammen mit dem französischen Luft- und Raumfahrtkonzern Aerospatiale entwickeln, produzieren und verkaufen. Das Munitionsgeschäft wollen sie mit dem Pariser Mischkonzern Matra betreiben. Erste Erfahrungen konnten die Dasa-Manager bereits im Hubschrauberbereich sammeln. Dort kooperieren sie seit Anfang 1992 mit ihrem Wunschpartner Aerospatiale. Besonders erfolgreich war die Zusammenarbeit bislang nicht. Im vergangenen Jahr lief das Hubschraubergeschäft eher zäh. Der deutsche Ableger schrieb dort sogar rote Zahlen. Arbeitnehmervertreter der Dasa bekämpfen die Vorstandspläne auch aus einem anderen Grund. Sie vermuten, daß sich die neuen Gemeinschaftsunternehmen nicht an die strengen deutschen Rüstungsexportvorschriften halten und Waffen oder Munition in Krisengebiete liefern könnten.

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