Patentstreit BASF unterlag Donald Duck

Der Disney-Star Donald Duck war dem deutschen Konzern BASF um Jahre voraus. Wie erst jetzt herauskam, hat der Comic-Enterich dem Chemie-Riesen eine Patentanmeldung vermasselt.

Ludwigshafen - Auslöser war die Havarie eines Viehtransportschiffes 1964 im Hafen von Kuwait. Dänische Ingenieure und BASF-Fachleute hoben das gesunkene Schiff, indem sie den Schaumstoff Styropor in das Wrack pumpten. Als sie das neue Verfahren schützen lassen wollten, holten sie sich beim Patentamt eine Abfuhr. Denn bereits im Mai 1949 war Donald Duck in einer damals erschienenen Geschichte auf die gleiche Idee gekommen: Er hob eine Yacht, indem er Tischtennisbälle durch einen Schlauch in das Wrack leitete.

"Patentrechtlich kann man ein Patent nicht mehr anmelden, wenn die Idee schon einmal geboren ist", sagte ein BASF-Sprecher. Anlass zu der Mitteilung vom Montag ist eine lokale Fernsehsendung über die Hebung des Schiffes, die in diesen Tagen mehrmals in Ludwigshafen ausgestrahlt wurde.

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