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Japan Pause für Bürokraten

aus DER SPIEGEL 22/1996

Japans Elite-Beamte sollen künftig nicht mehr so einfach in die Privatwirtschaft wechseln können. Statt zwei sollen die Bürokraten künftig fünf Jahre nach der Pensionierung warten, bis sie lukrative Managerjobs übernehmen, empfiehlt eine Regierungskommission. Über 200 pensionierte Ministerialbeamte wechseln jährlich auf einflußreiche Managerposten, überwiegend aus dem Finanzministerium. Mit Vorliebe steigen sie bei Banken und Wertpapierhäusern ein, deren Kontrolle ihnen bislang oblag. Für die neuen Arbeitgeber halten sie dann den Draht zu ihren früheren Untergebenen in den Ministerien. Ob sich der notorische Filz der »Japan-AG« indes mit Hilfe der jüngsten Vorschläge lockern läßt, scheint zweifelhaft. Schon an die zweijährige Pausenempfehlung hielten sich nur wenige Beamte.

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