Pay-TV Premiere macht Live-Fußball teurer

Fußballfans müssen beim Abokanal Premiere künftig mehr bezahlen. Für die Live-Übertragung der Spiele führt der Sender eine Sondergebühr ein. Das Fußballabo gibt es zudem nur in Verbindung mit einem anderen Pay-TV-Programm der Münchener.


Fußballübertragung von Premiere: Kunden müssen mehr zahlen
DPA

Fußballübertragung von Premiere: Kunden müssen mehr zahlen

München - Das neue Abo "Premiere Fußball Live" werde 14,90 Euro pro Monat kosten, teilte Premiere Chart zeigen mit. Das Angebot kann nach Angaben des Senders nur in Kombination mit einem anderen Standard-Abonnement wie "Premiere Sport" (ab 19.90 Euro) gebucht werden.

Damit erhöhen sich die Gesamtkosten für Fußball-interessierte Kunden. Das Sportpaket hatte inklusive Fußball bisher zwischen 23 und 25 Euro gekostet. Lediglich für Kunden, die das komplette Premiere-Programm abonniert haben, ist der neue Fußball-Kanal inklusive. Für Abonnenten des Sport-Programms bleibt das neue Angebot bis zum Ablauf ihrer Abo-Verträge ebenfalls kostenlos.

Ein Premiere-Sprecher sagte, in dem neuen Live-Kanal würden etwa 1100 Live-Spiele pro Jahr gezeigt, auch Wiederholungen seien möglich. Zudem würden alle 64 Partien der Fußball-WM 2006 in Deutschland live übertragen.

Firmenchef Georg Kofler erklärte, Premiere nähere sich der Preisgestaltung in anderen europäischen Märkten an. "Im Vergleich zu anderen Märkten zahlen Premiere-Abonnenten deutlich weniger für ein umfassendes Live-Fußballangebot", ergänzte er. In England liege der Einstiegspreis für ein Pay-TV-Angebot mit hohem Live-Fußballanteil bei 48 Euro, in Italien bei 47 Euro. Premiere wendet nach eigenen Angaben rund ein Viertel seines gesamten Jahresumsatzes von rund einer Milliarde Euro für Live-Fußballübertragungen auf. Diese Kosten machen 80 Prozent des gesamten Sportbudgets aus.

Der Abo-Kanal hat derzeit 3,3 Millionen Kunden und ist wichtigster Finanzier der Deutschen Fußball Liga (DFL). Vor allem Spitzenvereine wie Bayern München hoffen in Zukunft auf mehr Erlöse. Derzeit zahlen die Fernsehsender zusammen rund 300 Millionen Euro Honorar an die DFL.



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