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Zeitarbeit Pech für Parksünder

aus DER SPIEGEL 21/1995

In Frankfurt werden falsch parkenden Autofahrern die Knöllchen neuerdings von Leiharbeitern an die Windschutzscheiben gesteckt. 40 Hilfspolizisten hat die Stadt bei einer privaten Zeitarbeitsfirma für neun Monate ausgeliehen; sie werden, so der Vertrag, »mit der Überwachung des ruhenden Straßenverkehrs in Anwohnerparkzonen und Gebieten mit Parkscheinautomaten betraut«. Seit April versehen die mit blauen Uniformen bekleideten Leih-Knöllchenschreiber ihren Dienst in zwei Schichten von 6.30 bis 23 Uhr. Mit den billig bezahlten Hilfssheriffs macht die Stadt ein gutes Geschäft: Die Leihkräfte, die bevorzugt Wohngegenden nach Sündern durchfilzen, haben ihre Stundensätze im Nu finanziert. Faulenzer sind ohne Chance: »Bei anhaltenden Leistungsmängeln«, so der Vertrag, »kann die Stadt den unverzüglichen Austausch verlangen.«

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