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Peinlicher Wurst-Test

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aus DER SPIEGEL 18/1986

Mit großem publizistischen Wirbel prämiert die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) alljährlich die Erzeugnisse der deutschen Ernährungsindustrie. Daß jedoch selbst die mit dem »Großen Preis der DLG« dekorierten Produkte (Werbeslogan: »Pioniere der Qualität") nicht unbedingt das Feinste vom Feinen sein müssen, bewies jetzt der Test eines chemischen Untersuchungsamtes in Wuppertal. Von 33 Wurstsorten, die im vergangenen Herbst das begehrte Gütesiegel erhielten, stuften die Chemiker immerhin 15 Prozent als »bußgeldverdächtig« und weitere neun Prozent als hart an der Grenze des Erlaubten ein. Hauptmängel: Die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwerte für Eiweiß und Magerfleisch wurden nicht erreicht. Bei den DLG-Prüfungen, kommentiert die Gesellschaft das peinliche Ergebnis, könne nur der Geschmack, nicht aber die tatsächliche Qualität geprüft werden.

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