Personalabbau Ford schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" wird es in den deutschen Standorten des Autobauers Ford im kommenden Jahr möglicherweise zu betriebsbedingten Kündigungen kommen. Der Grund: Der Personalabbau geht zu langsam voran, kaum ein Angestellter will das Unternehmen verlassen.


Köln - Ford hatte sich das Ziel gesteckt, bis zum Ende dieses Jahres 1300 Arbeitsplätze - darunter 550 Arbeiter und 650 Angestellte -abzubauen. Dieses Ziel wird offensichtlich verfehlt werden: Während laut "Welt am Sonntag" unter den Arbeitern an die 550 Freiwillige für Vorruhestands- oder Abfindungsregelungen gefunden wurden, hätten offenbar erst 150 Angestellte dem Ausscheiden zugestimmt. Ford ist in Deutschland neben Köln auch in Saarlouis mit einem Werk vertreten.

Ford-Neuwagen, fertig zur Verschiffung: Kündigungen drohen
AP

Ford-Neuwagen, fertig zur Verschiffung: Kündigungen drohen

Ein Ford-Sprecher bestätigte dies gestern. Es sei jedoch nicht neu, dass im Fall eines Nicht-Erreichens der Zielzahl, die er mit 1200 bezifferte, betriebsbedingte Kündigungen die Folge sein könnten.

An Wasserstandsmeldungen, wie viele Ford-Mitarbeiter zum freiwilligen Verlassen des Unternehmens bereit seien, wollte er sich nicht beteiligen. Es sei die Erfahrung auch aus anderen Unternehmen, dass die Beschäftigten die gesetzte Frist ausnutzten, um ihre Entscheidung zu finden. Ford werde sich zu Beginn des neuen Jahres zum Personalabbau äußern.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.