Pflegetagegeldversicherung Tipps


Bedarf. Schließen Sie eine Pflegetagegeldversicherung frühzeitig ab. Sie sollten nicht älter als 55 Jahre und möglichst gesund sein.

Gesundheitsfragen. Beantworten Sie die Gesundheitsfragen im Versicherungsantrag immer vollständig und wahrheitsgemäß. Selbst wenn Sie versehentlich etwas nicht angegeben haben, können Sie dadurch Ihren Anspruch auf Leistungen der Versicherung verlieren. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrem Hausarzt nach vergangenen Krankheiten, Untersuchungen und Behandlungen.

Beiträge. Sie sollten die hohen Beiträge dauerhaft aufbringen können. Die Beiträge sind zwar so kalkuliert, dass sie bei gleichen Leistungen nicht mehr steigen dürfen, nur weil der Versicherte älter wird. Allerdings gibt es bisher nur wenige Leistungsfälle für die Anbieter. Das heißt: Liegen in Zukunft die Leistungsausgaben über dem Wert, den die Versicherer dafür einkalkuliert haben, kann auch die Höhe der Beiträge steigen. Müssen Sie Ihre Versicherung kündigen, weil Sie sich die Beiträge nicht mehr leisten können, verlieren Sie das gesamte bis dahin eingezahlte Geld.

Dynamik. Vereinbaren Sie bei Vertragsabschluss die Anpassung der Versicherungsleistung an die allgemeinen jährlichen Kostensteigerungen, und zwar ohne erneute Gesundheitsprüfung. Das ist für Pflegetagegeldversicherungen sinnvoll.

Anträge. Stellen Sie mehrere Anträge gleichzeitig, da Sie bei Vorerkrankungen nicht sicher sein können, ob und zu welchen Konditionen ein Versicherer Sie annimmt. Sind Sie einmal abgelehnt worden, kommen Sie später in der Regel auch nicht mehr bei anderen Versicherern unter. Erhalten Sie von mehreren Versicherern Verträge, wählen Sie den besten aus und widerrufen Sie die übrigen innerhalb von 14 Tagen.

Alternativen. Überlegen Sie, ob eine Pflegetagegeldversicherung für Sie sinnvoll ist. Alternativen bieten auch Pflegekosten- und Pflegerentenversicherungen. Verfügen Sie über ein stark schwankendes oder unsicheres Einkommen, sollten Sie in guten Zeiten überschüssiges Geld besser auf andere Art anlegen, etwa in einem Bank- oder Fondssparplan oder in Bundeswertpapieren. Dann steht es später im Pflegefall oder in einer anderen finanziellen Notlage zur Verfügung.

Soziale Netze. Neben dem Ansparen von Geld ist die soziale Vorsorge wichtig. Überlegen Sie rechtzeitig ob Mehrgenerationen-Wohnprojekte oder andere Formen gemeinschaftlichen Lebens für Sie infrage kommen. Beteiligen Sie sich an Hilfsnetzwerken - etwa über Kirchengemeinden oder organisierte Nachbarschaftshilfe. Dann können Sie später auch auf Unterstützung außerhalb der Familie hoffen.



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