Ehemaliger FDP-Chef Rösler wechselt zum Weltwirtschaftsforum in die Schweiz

Philipp Rösler hat einen neuen Job gefunden. Der ehemalige FDP-Vorsitzende und Ex-Wirtschaftsminister arbeitet laut "Focus" künftig für das Weltwirtschaftsforum in Genf - und will dafür auch in die Schweiz ziehen.
Philipp Rösler: "Ich werde mit meiner Familie in die Schweiz ziehen"

Philipp Rösler: "Ich werde mit meiner Familie in die Schweiz ziehen"

Foto: Adam Berry/ Getty Images

Genf - Er wechselt den Job und das Land: Der ehemalige FDP-Parteichef und Ex-Wirtschaftsminister Philipp Rösler geht zum Weltwirtschaftsforum (WEF) nach Genf. Wie der "Focus" berichtet, soll Rösler als Mitglied des Managements für die weltweiten Regierungskontakte der Stiftung zuständig sein.

Er werde mit seiner Familie in die Schweiz ziehen und in Genf arbeiten, sagte Rösler dem Magazin. Dort sei er "künftig verantwortlich für die regionalen Aktivitäten des World Economic Forums außerhalb der Schweiz".

Der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, begrüßte Röslers Wechsel nach Genf. "Für mich war es weniger wichtig, dass er FDP-Chef oder Wirtschaftsminister war, sondern wichtig war die Frage: Bringt er die menschlichen und beruflichen Fähigkeiten mit, diese wichtige Funktion im Weltwirtschaftsforum auszuüben", sagte Schwab.

Dem Bericht zufolge tritt Rösler seinen neuen Posten zum 20. Februar an. "Wir haben ihn 2010 zu den Young Global Leaders aufgenommen. Ich habe seither seine Entwicklung verfolgt, und jetzt war eine gute Gelegenheit, ihn für das Forum zu gewinnen", sagte Schwab.

Das WEF sieht sich selbst als Schnittstelle zwischen transnationalen Konzernen und Regierungen. Jedes Jahr Ende Januar veranstaltet die Organisation eine Tagung in Davos, bei der etwa 2000 Persönlichkeiten über ein vorgegebenes Thema diskutieren.

Rösler hatte nach der Schlappe der Liberalen bei der Bundestagswahl Ende September seinen Rücktritt vom Parteivorsitz angekündigt. Die FDP war auf 4,8 Prozent abgerutscht und ist erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr im Bundestag vertreten. Der Misserfolg bedeutete auch das Ende der schwarz-gelben Koalition.

wit/dpa/Reuters/AFP