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Pillen-Pool

aus DER SPIEGEL 52/1977

Um Katastrophen wie Contergan wenigstens finanziell abzusichern, haben sich die deutschen Versicherer zu einem Pharma-Pool zusammengeschlossen. Wenn am 1. Januar das neue Arzneimittelgesetz in Kraft tritt deckt der Pillen-Pool für jedes Präparat ein 200-Millionen-Mark-Risiko. Von den Händlern und Herstellern am deutschen Markt, die jährlich für acht Milliarden Mark Pharmazeutika verkaufen, kassieren die Versicherer als Lohn der Angst 30 bis 40 Millionen pro Jahr. Diese Prämie, da sind sich die Konzerne einig, wird auf die Pharma-Preise überwälzt. Anführer des Pools: die verschwisterten Branchenführer Allianz und Münchner Rück.

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