Pipeline-Streit Weißrussland kündigt Wiederaufnahme der Öllieferungen an

Im Streit um die Öllieferungen nach Deutschland hat Weißrussland seine Bereitschaft zum Einlenken signalisiert. Weißrussland will noch heute den Betrieb der Ölpipeline "Druschba" in Richtung Westen wieder aufnehmen.


Das kündigte ein Sprecher der staatlichen Betreiberfirma Belneftechim nach Angaben der Agentur Interfax in Minsk an. Gründe für die Unterbrechung wurden nicht genannt.

Im Widerspruch zur Mitteilung von Belneftechim wies das Außenministerium in Minsk eine weißrussische Verantwortung für den Lieferstopp zurück. Sein Land habe den Öltransport nach Westen nicht unterbrochen, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Andrej Popow.

Ungeachtet einer bestehenden Zollunion hatte Russland zu Jahresbeginn an den Nachbarn geliefertes Öl mit einem Zoll von 180 Dollar pro Tonne belegt. Minsk reagierte mit einer spontanen Durchleitungsgebühr von 45 Dollar für den Transit nach Westen.

Die weißrussischen Zollbehörden erhoben am Samstag Anklage gegen den Chef des russischen Pipelinemonopolisten Transneft, Semjon Wajnschtok, wegen Verletzung von Zollbestimmungen. Das zuständige Gericht in der Stadt Gomel vertagte die für heute anberaumte Verhandlung ohne Angabe von Gründen.



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