PixelNet Eine Mark für Photo Porst

Der am Neuen Markt notierte Digital-Fotospezialist PixelNet übernimmt Photo Porst zum symbolischen Preis von einer Mark. Der Foto-Filialist soll rückwirkend zum 1. Januar an PixelNet übergehen.


Schwabach/Wolfen - PixelNet will die 2000 Photo-Porst-Geschäfte vor allem für den Ausbau seines digitalen Fotogeschäfts nutzen. In den Filialen sollen so genannte Digitalisierungs-Stationen für das Einscannen von Papier-Abzügen eingerichtet werden, sagte PixelNet-Chef Matthias Sawatzky. Mit Blick auf die 120 Milliarden Papier-Abzüge in den "Schuhkartons" vieler Haushalte sehe das Wolfener Unternehmen hier ein bedeutsames Geschäft.

Die 1900 Arbeitsplätze bei der neuen Tochter seien mit dem PixelNet-Einstieg nicht bedroht. Darüber hinaus will das Unternehmen die "starke Position" der Porst-Ladengeschäfte in den Bereichen Mobil- und Festnetz-Telefonie weiter ausbauen. Dabei habe PixelNet vor allem die künftige Bildkommunikation via UMTS-Technik im Blick, erläuterte Sawatzky.

Der Vorstand von Photo Porst begrüßte den anstehenden Eigentümerwechsel. In einer Erklärung hieß es, mit PixelNet als neuem starken Partner wolle Photo Porst, das bisher zur belgischen Spector Photo Group gehörte, die erfolgreich begonnene Umstrukturierung hin zum elektronischen Handel intensivieren.

Der Einstieg von PixelNet beendet die monatelangen Spekulationen über die Zukunft des Foto- Handelsunternehmens. Nach Angaben eines Photo-Porst-Sprechers hatte sich die Spector-Gruppe aus Unzufriedenheit über die Ertragslage von dem fränkischen Unternehmen getrennt. 1999 hatte Photo Porst nach eigenen Angaben noch eine "schwarze Null" geschrieben. Der schwierige Fotomarkt in Deutschland habe das Unternehmen aber im vergangenen Jahr wieder in die Verlustzone rutschen lassen.



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