Pleitewelle Todesliste der Dotcoms

Der "Platow Brief" nennt sieben Internet-Firmen, denen bald die Luft ausgehen könnte. Darunter sind Cybernet, Ebookers.com, Musicmusicmusic und Ricardo.de. Fast alle Titel gerieten an der Börse stark unter Druck.

Frankfurt am Main - Frankfurt am Main - Dem "Grad der Gefährdungsstufe" nach listet der "Platow Brief" folgende Firmen auf:

1. Gigabell
2. Cybernet
3. Fortunecity.com
4. Musicmusicmusic
5. Artnet.com
6. Ebookers.com
7. Ricardo.de



Bei diesen Firmen könnten die Tage bis zum Konkurs gezählt sein, wenn keine neuen Kapitalanleger an Land gezogen werden können.

Marktbeobachter sind überzeugt, dass die Verluste bei einigen Internet-Werten am Freitag im Zusammenhang mit den Platow-Aussagen stehen. "Falls sich der Bericht als korrekt erweisen sollte, kann man keinem Anleger verdenken, wenn er es vorzieht auszusteigen", kommentiert ein Händler.

Bis gegen 13 Uhr verloren Ricardo.de um 15,3 Prozent; Musicmusicmusic und Ebookers.com um jeweils rund 14 Prozent. Cybernet mussten einen Abschlag von rund 10,4 Prozent hinnehmen; Artnet büßten mehr als vier Prozent ein. In Grenzen hielten sich die Verluste bei Fortunecity.com (Für aktuelle Kursstände vergleichen Sie die clickbaren Charts am Ende des Textes).

Gigabell legten am Freitag eine Berg- und Talfahrt hin. Nachdem Fusionsspekulationen aufkamen, schnellte der Wert bis gegen 13 Uhr um knapp 19 Prozent nach oben und notierte damit als einziger Wert der Todesliste im Plus.

Die Aufzählung basiert Platow zufolge auf eigenen Untersuchungen vor dem Hintergrund einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC).

Die PwC-Analysten kamen vor wenigen Tagen zu dem Schluss, dass spätestens in 24 Monaten acht Internet-Unternehmen aus dem Wachstumssegment der Deutschen Börse finanziell die "Luft ausgehen" soll. Die Namen der betreffenden Unternehmen hatte PricewaterhouseCoopers nicht genannt.

Nach Einschätzung des Platow-Briefs spricht aber viel dafür, dass die eigene Liste "exakt die Namen enthält, die auch PwC auf der 'Todesliste' hat".

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