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GEWERKSCHAFTEN »Politisch präsent«

aus DER SPIEGEL 25/1998

DGB-Chef Dieter Schulte, 58, über die Umzugspläne seiner Organisation

SPIEGEL: Nach dem Willen des Bundeskongresses soll der DGB zwar langfristig nach Berlin, aber er darf zunächst nicht umziehen. Was nun?

Schulte: Wenn Bundestag und Bundesregierung nach Berlin umziehen, werden wir vom ersten Tag an dort politisch präsent sein. Das war auch der Wille des Kongresses. Die Satzungsänderung für den Umzug verweigerten die Delegierten, weil sie wissen wollten, was aus den Beschäftigten wird und was es kostet. Jetzt haben wir eine Beschlußlage, auf der wir ein Umzugskonzept erarbeiten und umsetzen können.

SPIEGEL: Dennoch sitzen Sie auf Jahre in Düsseldorf fest, sollen aber auf die Politik in Berlin einwirken. Wird dem DGB damit nicht die Existenzgrundlage entzogen?

Schulte: Natürlich macht der Beschluß die Sache nicht einfacher. Aber wir werden in Berlin Einfluß auf die Politik haben. Entscheidend sind dafür vor allem überzeugende Konzepte, gute Argumente und der notwendige Druck. Und daß wir das können, haben wir in den letzten Monaten deutlich bewiesen.

SPIEGEL: Wann wollen Sie denn nun nach Berlin umziehen?

Schulte: Von dem Tag des Regierungsumzugs an bin ich der Ansprechpartner für das Parlament und die Bundesregierung in Berlin. Der Vorstand des DGB wird dann auch Büros in der Hauptstadt haben. Und die werde ich ausgiebig nutzen.

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