Porsche Gewinn steigt - Wiedeking bleibt

Porsche-Manager Wendelin Wiedeking lieferte im Geschäftsjahr 2000/2001 einen neuen Rekordgewinn ab. Das Ergebnis dürfte ihm bei seinen Verhandlungen für einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag gute Argumente an die Hand gegeben haben.


Rekordergebnis abgeliefert: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking
AP

Rekordergebnis abgeliefert: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking

Stuttgart - Wiedekings Vertrag wäre Ende September 2002 ausgelaufen und wird laut dem Beschluss des Aufsichtsrats vom Freitag um genau fünf Jahre verlängert. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, hieß es. Der Westfale steht seit 1993 an der Spitze des Sportwagenbauers. Porsche hatte unter seiner Führung die Krise überwunden und sich zu einem der erfolgreichsten Autokonzerne der Welt entwickelt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001, das zum 31. Juli endet, steigerte der Sportwagenhersteller seinen Gewinn vor Steuern um 37 Prozent auf die Rekordhöhe von 592,4 Millionen Euro, der Jahresüberschuss lag bei 270,5 Millionen Euro gegenüber 210 Millionen Euro im Vorjahr.

Wiedeking will der Hauptversammlung am 18. Januar eine Dividende von 2,54 Euro (Vorjahr: 1,48 Euro) für die Stammaktionäre und 2,60 Euro (Vorjahr: 1,53 Euro) für die Inhaber der börsennotierten Vorzugsaktien vorschlagen. Die Vorjahreszahlen wurden dabei an den Aktiensplitt vom April im Verhältnis 1:10 angepasst. Die verbleibenden 89 Millionen Euro Gewinn sollen in Gewinnrücklagen eingestellt werden.

Der Absatz stieg, wie bereits seit September bekannt, um 12 Prozent auf 54.586 Autos, der Umsatz legte um knapp 22 Prozent auf 4,44 Milliarden Euro zu. Für das laufende Geschäftsjahr bleibt Wiedeking optimistisch: "Wir verzeichnen weltweit eine starke Nachfrage nach unseren beiden Modellreihen 911 und Boxster." Auch wenn sich der Absatz auf Grund der schwachen Konjunktur rückläufig entwickeln sollte, würde das Ergebnis von einem besseren Modellmix profitieren und weiter steigen.

Im wichtigsten Markt Nordamerika war der Absatz im Oktober im Vorjahresvergleich bereits zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. Produktionsanpassungen seien jedoch nicht geplant. Die Porsche-Aktie, seit dem 24. September nicht mehr im MDax notiert, war im September auf ein Tief von 199 Euro gestürzt, hatte sich in den vergangenen Wochen aber wieder erholt. Am Freitag legte der Kurs bis zum Nachmittag leicht um 0,26 Prozent auf 392 Euro zu. Im kommenden Jahr bringt Porsche mit dem im Leipzig produzierten Geländewagen Cayenne eine dritte Baureihe auf dem Markt.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.