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AUTOINDUSTRIE Porsche übernimmt das Steuer bei VW

aus DER SPIEGEL 36/2007

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking strebt nach der ganzen Macht beim VW-Konzern. Der Sportwagenhersteller will seinen Aktienanteil an dem Wolfsburger Konzern auf 51 Prozent erhöhen. Nach Börseninformationen erwerben die Stuttgarter bereits Optionen, die es ihnen ermöglichen, weitere VW-Aktien zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Aktienhändler rechnen damit, dass Porsche Anfang kommenden Jahres die Schwelle von 50 Prozent überschreitet. Zuvor müsse noch die europäische Aktiengesellschaft Porsche Automobil Holding SE eingetragen sein. Sie ist vollständig im Besitz der Familien Porsche und Piëch und hält 100 Prozent der Stammaktien bei Porsche und die Beteiligung am VW-Konzern. Offiziell gemeldet hat Porsche bislang einen Anteil von knapp 31 Prozent. Erst wenn das Unternehmen mehr als die Hälfte der VW-Aktien hält, muss es dies bekanntgeben. Grund für die Machtübernahme: Die Sportwagenfirma will den Wolfsburger Konzern noch direkter kontrollieren. Nach dem Einstieg sind bislang kaum neue Gemeinschaftsprojekte zwischen beiden Unternehmen vereinbart worden.

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