Potenzmittel Bush-Regierung sponsert Viagra

Mittel gegen Erektionsstörungen wie Viagra oder Levitra werden für einige Amerikaner demnächst günstiger. Die US-Regierung wird sich künftig an den Kosten für diese und andere Medikamente beteiligen.


Viagra-Pillen: "Das Segment wächst nicht mehr"

Viagra-Pillen: "Das Segment wächst nicht mehr"

Washington - Medicare, das staatliche Gesundheitsprogramm für ältere Bürger, werde von 2006 an Zuschüsse für Potenzmittel zahlen, sagte ein Sprecher der US-Regierung am Dienstagabend. Voraussetzung sei, dass ein Arzt bei einem älteren Patienten die medizinische Notwendigkeit bescheinigt.

Damit profitieren amerikanische Senioren von der von US-Präsident George W. Bush in der vergangenen Legislaturperiode angeschobenen Reform der Gesundheitskasse. Der US-Kongress hatte 2003 entsprechende Richtlinien über staatliche Zuschüsse für bestimmte Medikamente verabschiedet. Die Bestimmungen treten im kommenden Jahr in Kraft.

Hersteller von Potenzmitteln hoffen nun auf einen Schub für das Geschäft. "Wir sind zufrieden, dass Viagra Bestandteil von Medicare sein wird", sagte ein Sprecher des US-Pharmakonzerns PfizerChart zeigen. Viagra ist eines der umsatzstärksten Medikamente des Unternehmens und steht im Wettbewerb mit Cailis von Eli Lilly und Levitra von Bayer Chart zeigen und dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKlineChart zeigen.

Marktbeobachter reagieren dennoch skeptisch. "Auch wenn der Zugang einzelnen Konsumenten leicht gemacht wird, wird der Gesamtmarkt für Potenzmittel kein großes Wachstum erleben", zitiert der Online-Dienst CNN-Money den Pharmaanalysten Winton Gibbons. Der Markt habe im vergangenen Jahr ein Volumen von 2,5 Milliarden Dollar erreicht und werde nicht weiter zulegen. "Das Segment wächst nicht mehr. Ich gehe von einer Stagnation aus", sagte der Analyst.



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