Potsdamer Platz Sony Center wird im März verkauft

Das Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin hat endlich einen Käufer. Ein Konsortium aus deutschen und US-Investoren übernimmt den Komplex mit dem berühmten Zeltdach. Unter den Käufern: die Investmentbank Morgan Stanley.

Tokio - Der Bau ist die Zier des Potsdamer Platzes - nun wird er verkauft. Ende März geht das Berliner Sony Center an den deutschen Immobilienkonzern Corpus Sireo, die US-Investmentbank Morgan Stanley und das US-Unternehmen The John Buck Company über. Das verkündete Sony heute offiziell. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Das im Juni 2000 eröffnete Center mit seiner spektakulären Dachkonstruktion umfasst acht Gebäude mit 132.500 Quadratmetern, jährlich strömen mehr als acht Millionen Besucher dorthin. Untergebracht sind dort Geschäfte, Büros, Gastronomie und ein Kino.

Der Verkauf gehört zu Sonys Strategie, sich von allen Aktivitäten außerhalb des Elektronik-Geschäfts zu trennen. Schon 2005 hatte der Konzern angekündigt, Beteiligungen in Höhe von 750 Millionen Euro aufzugeben, da diese nicht zum Kerngeschäft passen.

Um den Verkauf des prestigeträchtigen Baus gab es lange Unklarheiten. Erst im Januar schrieb die "Berliner Morgenpost", das Gebäude habe keinen Käufer gefunden, da niemand den geforderten Preis von 800 Millionen Euro habe zahlen wollen. Sony lies den Bericht seinerzeit unkommentiert.

Das Sony Center ist nicht die erste Immobile am Potsdamer Platz, die den Besitzer wechselt. Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Autokonzern Daimler seine 19 Immobilien am Potsdamer Platz an die schwedische Bank SEB veräußert. Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" lag der Kaufpreis bei 1,3 Milliarden Euro. Die SEB soll die Objekte für ihren offenen Immobilienfonds Immoinvest erworben haben.

ssu/AFP/AP

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