Präsent-Panne Post verschenkte Asbest-Kaffeekannen an Briefträger

Die Idee war gut, die Ausführung misslang: Als Dankeschön für gute Arbeit verteilte die Post an Zustellern und Fahrer 3000 Thermoskannen. Dumm nur: Die Präsente enthalten als Isoliermaterial krebserregendes Asbest.


Frankfurt am Main – Kommando zurück: Die Post muss jetzt alle verschenkten Thermoskannen zurückrufen, die an Beschäftigte im Raum Frankfurt am Main verteilt wurden.

Arbeitssicherheitsexperten hätten die Kannen untersucht und Alarm geschlagen, sagte ein Post-Sprecher. In Deutschland ist es verboten, asbesthaltige Produkte herzustellen oder zu verbreiten. Möglicherweise kommen die Kannen aus China. Der Sprecher betonte, solange sie unbeschädigt seien, bestehe keine Gesundheitsgefahr.

"Die gute Tat stand am Anfang", sagte der Sprecher. Ausgerechnet der Arbeitskreis Gesundheit der Post hatte die Idee dazu.

Die Kannen seien an sämtliche Fahrer und Zusteller in den Postleitzahlen- Bezirken 60, 61 und 63 verteilt worden. Das Frankfurter Briefzentrum ist eines der drei größten in Deutschland und bedient die Region um Frankfurt einschließlich der Nachbarstadt Offenbach.

itz/dpa



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