Statistisches Bundesamt Preise für Wohnimmobilien steigen trotz Corona spürbar

Wohnraum bleibt knapp. Trotz Corona-Lockdowns sind die Kaufpreise im zweiten Quartal spürbar gestiegen. Einen positiven Trend hat das Statistische Bundesamt dennoch zu vermelden.
Wohnviertel in Hamburg: Abnehmende Dynamik

Wohnviertel in Hamburg: Abnehmende Dynamik

Foto: Daniel Bockwoldt/ DPA

Trotz der schweren Corona-Rezession sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland auch im Frühjahr gestiegen. Im zweiten Quartal lagen sie um durchschnittlich 6,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Verglichen mit dem Vorquartal kosteten Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser zwei Prozent mehr. "Damit verteuerten sich Wohnimmobilien trotz Coronakrise weiterhin sowohl in der Stadt als auch auf dem Land", betonten die Statistiker. Im Frühjahr war die deutsche Wirtschaft wegen der Pandemie im Rekordtempo von 9,7 Prozent geschrumpft.

In den sieben größten Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf zogen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser zwischen April und Juni um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an, die für Eigentumswohnungen um 6,1 Prozent. "Damit setzte sich der Anstieg der Preise für Wohnimmobilien in Metropolen zwar fort, jedoch weiterhin mit einer abnehmenden Dynamik bei Wohnungen", so das Bundesamt. Im Frühjahr 2019 hatte der Aufschlag für Eigentumswohnungen noch 7,9 Prozent betragen, ein Jahr zuvor sogar elf Prozent.

In anderen Großstädten ab 100.000 Einwohnern legten die Häuserpreise zuletzt um 7,3 Prozent zu, die Preise für Eigentumswohnungen um 8,2 Prozent. "Auch in ländlichen Kreisen wurden Wohnimmobilien im Durchschnitt teurer", stellte das Statistikamt fest. So erhöhten sich die Preise für Häuser in dichter besiedelten ländlichen Kreisen um 8,9 Prozent, für Eigentumswohnungen um 5,9 Prozent. In dünn besiedelten ländlichen Kreisen kosteten Ein- und Zweifamilienhäuser 4,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Wohnungen verteuerten sich um 6,6 Prozent.

mik/Reuters
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