Preissteigerungen 2007 Die Bahn greift zu, die GEZ auch

Als wäre die Mehrwertsteuererhöhung nicht genug, schrauben viele Firmen auch noch von sich aus die Preise nach oben. Mit schlechtem Beispiel voran geht die Bahn. Bei der Post dagegen werden nur wenige Leistungen teurer.


Was teurer wird

Wer mit der Bahn fährt, muss bei den regulären Preisen ab dem Jahreswechsel wieder tiefer in die Tasche greifen. Fahrkarten im Regionalverkehr außerhalb von Verkehrsverbünden werden um 3,9 Prozent teurer. Tickets für ICE, Intercity und Eurocity kosten im Schnitt 5,6 Prozent mehr, wobei die Mehrwertsteueranhebung von 16 auf 19 Prozent enthalten ist. Platzreservierungen kosten künftig 3,50 statt drei Euro. Auch einige andere Preise steigen - so kostet das Schöne-Wochenende-Ticket bald 33 Euro, drei mehr als bisher.

Vom 1. Januar an erhebt die GEZ Rundfunkgebühren für internetfähige Computer und Handys von 5,52 Euro pro Monat. Privathaushalte müssen diese jedoch nur zahlen, wenn sie noch kein Radio oder Fernsehgerät angemeldet haben. Die Grundgebühr für Radioempfang: 5,52 Euro pro Monat, für TV: 17,03 Euro. Haushalte, in denen Radio und Fernsehen vorhanden sind, zahlen ebenfalls 17,03 Euro monatlich. Freiberufler und Selbständige müssen die monatliche Gebühr entrichten, wenn sie kein dienstliches Radio oder Fernsehgerät angemeldet haben.

Für die Kunden der Deutschen Post bleibt das Inlandsporto für Standardbriefe (0,55 Euro) und andere Briefe sowie für Postkarten (0,45 Euro) im nächsten Jahr unverändert. Nur bestimmte Sendungen ins Ausland werden sich im letzten Jahr des nationalen Briefmonopols leicht verteuern. Anhebungen und Änderungen gibt es vor allem bei Maxibriefen. Ende 2007 läuft das Briefmonopol der Post aus und das frühere Staatsunternehmen rechnet dann mit einem verschärften Wettbewerb.

Teurer werden außerhalb der gesetzlich festgelegten Preisregulierung einige Serviceleistungen. Hier seien Anpassungen auf Grund der Mehrwertsteuererhöhung erforderlich, erklärte die Post. Der Nachsendeservice kostet Privatkunden für sechs Monate künftig 15,20 Euro (bisher 14,80) und für 12 Monate 25,20 Euro (bisher 24,80). Auch beim Lagerservice gibt es für Privatkunden leichte Anhebungen auf 8,20 Euro für einen Monat (bisher 7,80) und für drei Monate auf 10,20 Euro (bisher 9,80).

Wer Service-Telefonnummern nutzt, muss sich neue Preise merken. So dürfen Firmen für 0900-Dienste ab Januar maximal drei statt bisher zwei Euro pro Minute kassieren. Ab einem Tarif von zwei Euro pro Minute muss der Preis allerdings automatisch angesagt oder im Display angezeigt werden. Auch die Tarife für Nummern mit der Vorwahl 01805 steigen von 12 auf 14 Cent pro Minute. Die Preise für Verbindungen mit 01804 werden dagegen von 24 Cent auf 20 Cent gesenkt. Für die Wahl von 01801 zahlen Verbraucher einen Verbindungspreis von 3,9 Cent pro angefangener Minute statt bisher 4,6 Cent. Die Nummern 01802 und 01803 bleiben unverändert bei 6 beziehungsweise 9 Cent pro Minute.



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