Zur Ausgabe
Artikel 46 / 85
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Produkte

aus DER SPIEGEL 30/1972

Ein Fernseher mit zwei Bildern soll interessierten TV-Konsumenten die Übersicht erleichtern: Während auf dem großen Farb-Fernsehschirm das gerade bevorzugte Programm abläuft, zeigt ein (15-Zentimeter-) Schwarzweiß-Monitor (tonlos) ein zweites, wählbares Programm. Das Bemerkenswerteste ist der Preis: Die Konstruktion kostet kaum mehr als ein normales Einbildgerät; dafür erspart sie in allen Fällen von Programmverspätungen die lästigen Hin- und Her-Schalt-Manöver zur Erkundung des wirklichen Programmablaufs. (Vertrieb: Quelle: Festpreis: 2395 Mark.)

Ein Brett mit Mast und Segel dient sich seit kurzem rüstigen Wassersportlern als billige Einmann-Jacht an; das Gefährt hat zwar nur einen Stehplatz, und der Skipper muß eigenhändig den Mast festhalten, dafür kommt er jedoch in den Genuß mehrerer Sportarten auf einmal: Die soeben aus Kalifornien importierte Disziplin des Windsurfens hat, so preisen ihre Propagandisten, mit Wellenreiten. (Surfing), mit Wasserskilaufen und mit Segeln zu tun. Das gesamte Gerät dazu wiegt nur 27 Kilo: der Polyäthylen-Rumpf ist 3,66 Meter lang; am Fiberglas-Mast (4,27 Meter) blähen sich gut fünf Quadratmeter Segel. Der Windsurfer-Captain dreht dem Wind den Rücken zu und regiert sein Schwimmzeug mit beidhändigen Manipulationen am Gabelbaum: »Die rechte Hand«, so belehrt die Gebrauchsanweisung, »hat die Funktion des Steuers. die linke die der Schot (und umgekehrt).« Der Mast sitzt in einem eigens für den Windsurfer entwickelten Spezialgelenk, in dem er nach allen Seiten gedreht und gekippt werden kann: Das gibt dem Brettschiffer die Chance, den Windeinfall durch Anschrägen des Mastes so zu dosieren, daß er nicht kentert; die Richtungsstabilität wird gewährleistet durch ein Steck-Schwert, das dem Surfboard (61 Zentimeter) Tiefgang gibt. Entwickelt wurde das Segel-Surf-Ski-Gerät, das Geschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometer erreicht und sich gleichwohl leichter halsen und wenden lassen soll als eine Jolle, von einem Flugzeugingenieur und einem Computertechniker. In den USA wurden in kurzer Zeit bereits über 1000 Exemplare des leicht transportablen und rasch aufzutakelnden Windsurfers an den Mann gebracht; in der Bundesrepublik sind derweil die ersten 30 Wind- und Wellenreiter aktiv und bereiten bereits Regatten für die neue Sportart vor. (Vertrieb: Admirals Club, Rantum; Festpreis: 1998 Mark.)

Eis ohne Mühe, ohne Beanspruchung von Fingernägeln. Küchenmessern oder Warmwasser, verspricht eine Eiswürfelschale von Treasure Ware in England: Das Behältnis besteht aus einem speziellen »hochelastischen Thermogummi«; es friert im Kühlfach nicht an; wer als Alleintrinker häufig nur Eis für einen einzigen Drink on the rocks braucht, kann von den 16 kompakt-klotzigen Würfeln auch einzelne leicht aus ihren dehnbaren Fächern drücken, ohne die ganze Schale abtauen zu müssen. (Vertrieb: Friedrich & Co., Poggenhagen; Preis: etwa 14 Mark.)

Das Alter von Hühnereiern kann künftig jeder Verbraucher selbst feststellen: Das Schweizer Prüfgerät »Mirex«, das etwa aussieht wie ein übergroßer Kunststoff-Eierbecher. enthält ein einfaches optisches System aus Lampe und Spiegel. Mit ihm kann die in jedem Ei enthaltene Luftblase sichtbar gemacht werden. Ihre Größe richtet sich nach dem Alter des Eies: je frischer, desto weniger Luft. (Vertrieb: Franken, Düsseldorf; Preis: etwa 18 Mark.)

Zur Ausgabe
Artikel 46 / 85
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.