Produktverbot Venezuela untersagt den Verkauf von Coca-Cola-Zero

Es ist eine Produktblockade, die für Aufsehen sorgt: Die venezolanische Regierung hat dem US-Softdrink-Fabrikanten Coca-Cola den Verkauf eines seiner Produkte untersagt. Das Getränk soll angeblich gesundheitsschädliche Stoffe enthalten - genauere Angaben wurden nicht gemacht.

Caracas - Verkaufsverbot in Venezuela: Der venezolanische Gesundheitsminister Jesús Mantilla hat der staatlichen Nachrichtenagentur ABN gesagt, dass das Produkt Coca-Cola-Zero vom Markt genommen werden müsse, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Das Getränk enthalte möglicherweise gesundheitsschädliche Stoffe, so Mantilla, allerdings machte er keine weiteren Angaben zur Art der Gefährdung.

Coca-Cola-Flaschen: Verkaufsverbot in Venezuela

Coca-Cola-Flaschen: Verkaufsverbot in Venezuela

Foto: REUTERS

Nachdem das Gesundheitsministerium die örtliche Coca-Cola-Zentrale inspiziert hatte, ordnete sie zudem an, alle bereits ausgelieferten Flaschen des Getränks aus den Läden zurückzurufen. Coca-Cola äußerte sich bislang nicht zum Verbot.

Der US-Brausehersteller hatte das Getränk erst vor wenigen Monaten auf dem venezolanischen Markt eingeführt. Die Entscheidung ist Teil einer Welle von Unternehmensverstaatlichungen und verschärften Überprüfungen von Fabriken in Venezuela. Die Regierung hatte in diesem Jahr bereits eine Reis- und eine Pastafabrik beschlagnahmt, die dem US-Unternehmen Cargill gehören und Aktionen gegen den Pharmakonzern Pfizer angedroht.

jar/AFP/Reuters
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