Prognose für 2009 US-Notenbank rechnet mit kräftigem Konjunkturminus

Düstere Prognosen von der US-Notenbank: Die Fed befürchtet für das Jahr 2009 weitere heftige Konjunktureinbußen - trotz der historischen Zinssenkung. Erst 2010 soll es langsam besser werden.


Washington - Die historische Zinssenkung im Dezember hat wenig gebracht - die US-Notenbank befürchtet trotz des massiven Eingriffs eine weitere Abkühlung der Wirtschaft. Das geht aus Protokollen der Fed-Sitzung vom 15. und 16. Dezember hervor, die am Dienstag in Washington veröffentlicht wurden.

Demnach rechnen die Währungshüter auch für Anfang 2009 mit einer weiteren Abschwächung der Wirtschaft. "Die wirtschaftlichen Aussichten werden noch eine Zeit lang schwach sein", hieß es in einem Dokument. Das Jahr 2009 werde durch ein "kräftiges Minus" gekennzeichnet sein.

Zahlen wurden in den Protokollen nicht genannt. In den Mitschriften vom November, die im vergangenen Monat veröffentlicht worden waren, hatten die Fed-Experten noch eine Wirtschaftsentwicklung von minus 0,2 bis plus 1,1 Prozent erwartet.

Die Fed unter Leitung ihres Präsidenten Ben Bernanke hatte auf ihrer Dezember-Sitzung den Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt. Sie reduzierte die sogenannte Federal Funds Rate von 1,0 Prozent auf eine Spannbreite von null bis 0,25 Prozent. Zugleich kündigte die Notenbank an, sie werde "alle verfügbaren Mittel" einsetzen, um die schlimmste Finanzkrise seit mehr als sieben Jahrzehnten zu überwinden und eine lang anhaltende Rezession zu vermeiden.

ffr/AP/AFP



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