ProSiebenSat.1 Saban lässt Springer zappeln

US-Medienmogul Haim Saban und weitere Großaktionäre von ProSiebenSat.1 Media wollen nach einem Zeitungsbericht in den kommenden Wochen über einen möglichen Verkauf der Fernsehgruppe entscheiden. Dabei gebe es Vorbehalte gegen den Springer-Verlag, der als wichtigster Interessent gilt.


Haim Saban, Springer-Chef Mathias Döpfner: Alle Optionen offen
DPA

Haim Saban, Springer-Chef Mathias Döpfner: Alle Optionen offen

London/München - Neben einem Verkauf sei auch ein Ausbau des Geschäfts über Zukäufe denkbar, berichtet das "Wall Street Journal " Laut Branchenkreisen ist Deutschlands größtes Verlagshaus Axel Springer an einer Übernahme von ProSiebenSat.1 Chart zeigen interessiert.

Springer prüfe derzeit die Bücher der Fernsehgruppe, die von einem Konsortium um den US-Milliardär Saban kontrolliert wird. Beiden Seiten seien allerdings noch weit von einer Einigung entfernt, schreibt das Blatt. So hätten die Großinvestoren Bedenken, dass ein Verkauf an Springer durch die Wettbewerbsbehörden blockiert werden könnte. Zudem wolle Saban eine Minderheitsbeteiligung an ProSiebenSat.1 behalten.

Das Konsortium um Saban kontrolliert 50,5 Prozent der Aktien und 88 Prozent der Stimmrechte von ProSiebenSat.1. Springer kommt auf 12 Prozent. Laut "Journal" wollten sich weder Saban noch Springer zu der möglichen Transaktion äußern.



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