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18. April 2008, 00:46 Uhr

Proteste in Honduras

Zehntausende marschieren gegen den Hunger

Die weltweiten Aufstände gegen die gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel haben Lateinamerika erreicht: Zehntausende wütende Menschen gingen in Honduras' Hauptstadt Tegucigalpa auf die Straße. Mehrere Demonstranten wurden verletzt.

Tegucigalpa - Bei den Demonstrationen blockierten Arbeiter, Studenten, Lehrer und Bauern nach Medienberichten in der Hauptstadt Tegucigalpa und zahlreichen anderen Ortschaften des mittelamerikanischen Landes den Verkehr.

Die Regierung habe rund tausend Soldaten entsandt, um die Polizei bei den Versuchen zu unterstützen, die Blockaden aufzulösen. Mehrere Menschen seien verletzt worden, hieß es.

Die Regierung von Präsident Manuel Zelaya habe eine Kommission ernannt, die den Dialog mit den Demonstranten aufnehmen solle, verlautete aus dem Präsidentenamt. Der Protest war von der Gruppe Nationale Koordinierung des Volkswiderstandes (CNRP) und dem Volksblock organisiert worden. Die Organisatoren verlangen von der Regierung, die ständig steigenden Preise für Lebensmittel sowie für Strom und Wasser zu kontrollieren. Zelaya hatte bereits zuvor internationale Hilfsorganisationen um rasche Hilfe gebeten, um die Auswirkungen der Preissteigerungen in seinem Land abzufedern.

amz/AP/dpa

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