Prozessende Mannesmann-Millionen sind verteilt

Der Wettlauf um die Mannesmann-Millionen ist entschieden: 4000 Hilfsorganisationen hatten das Landgericht Düsseldorf nach der Einstellung des Skandal-Prozesses mit Anfragen bestürmt. Jetzt sind die Millionen, die Deutsche-Bank-Chef Ackermann und seine Mitangeklagten zahlen müssen, verteilt.

Düsseldorf - Die größten Beträge kommen bundesweiten oder internationalen Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbänden wie der Arbeiterwohlfahrt, der Deutschen Krebshilfe oder den Ärzten ohne Grenzen zugute.

Diese Organisationen erhielten bis zu 30.000 Euro, hieß es. Doch auch eher unbekannte Einrichtungen wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger oder die Quäker-Hilfe. Solche Vereinigungen sowie Schulfördervereine oder Sportsclubs wurden dagegen mit Beträgen bedacht.

Jeder Empfänger erhalte mindestens 1000 Euro. Allein aus Düsseldorf bekommen rund 60 Vereine und Organisationen Geld. Insgesamt hatten sich nach Angaben eines Sprechers rund 4000 Vereine und Organisationen beworben, um einen Teil der gezahlten Geldauflagen der sechs Angeklagten um Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann zu erhalten. Insgesamt fließen 2,32 Millionen Euro an 363 Vereine und Organisationen aus ganz Deutschland, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Der Mannesmann-Prozess war am 29. November vergangenen Jahres gegen Geldauflagen eingestellt worden. Die Richter hatten damals festgelegt, dass ein Teil der verhängten Geldauflagen in Höhe von 5,8 Millionen Euro an gemeinnützige Organisationen fließen soll.

ase/ddp

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