Puma-Chef Zeitz Manager mit Vorliebe für Afrika

Mit Krawatte ist Jochen Zeitz selten zu sehen. Der Puma-Chef liebt es sportlich, öffentliche Auftritte absolviert er lässig im offenen Hemd. In der Business-Welt ist er trotzdem erfolgreich: Weltweit war Puma noch nie so bekannt wie unter seiner Führung.


Herzogenaurach - Als Zeitz 1993 den Chefposten bei Puma Chart zeigen übernahm, war er der jüngste Vorstandsvorsitzende eines börsennotierten Unternehmens in Deutschland. Gerade einmal 30 Jahre zählte er damals. Der studierte Betriebswirt erkannte jedoch früh das Potenzial der Marke - und formte Puma konsequent zu einem international agierenden Konzern.

Puma-Chef Zeitz: "Unternehmer des Jahres"
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Puma-Chef Zeitz: "Unternehmer des Jahres"

Heute hat Puma die beiden Standbeine Mode/Lifestyle und Sport. Zeitz verlagerte die Produktion ins Ausland, stärkte die Finanzposition des Unternehmens, investierte in Marketing und Produktentwicklung und steigerte kontinuierlich die weltweite Begehrtheit "des Pumas".

Gemäß der Familientradition hatte der gebürtige Mannheimer zunächst in Florenz ein Medizinstudium begonnen. Doch seine Neigung war eine andere. Er wechselte zur Betriebswirtschaft und schloss sein Studium an der European Business School auf Schloss Reichartshausen im Rheingau ab. Seine berufliche Karriere begann er bei Colgate-Palmolive Chart zeigen in New York und Hamburg. 1990 kam er zu Puma, wo er rasch Chef der Marketingabteilung und wenig später Vorstandsvorsitzender wurde. Ein halbes Jahr später schrieb Puma - vorher lange Zeit im Minus - wieder schwarze Zahlen.

Über sein Privatleben verrät Zeitz wenig. Immerhin: Passionierter Läufer soll er sein - alles andere wäre bei dem Produkt, das er verkauft, aber auch verwunderlich. Er spricht mehrere Sprachen, darunter angeblich Kisuaheli, und besitzt den Flug- und den Jagdschein. Zeitz wurde vielfach ausgezeichnet und kann sich mit Titeln wie "Unternehmer des Jahres", "Player of the Year" und "Stratege des Jahres" schmücken.

Bereits vor Jahren entdeckte er sein Interesse für Afrika. Wie kein anderer Sportartikelkonzern engagiert sich Puma auf dem Kontinent und ist dort zum führenden Ausrüster geworden. Das Unternehmen kooperiert auch mit "Gemeinsam für Afrika", einer bundesweiten Kampagne von 30 Hilfsorganisationen.

Mit den neuen Eigentümern von Puma versteht sich Zeitz offenbar bestens: Nach der Übernahme durch den französischen Luxuskonzern Pinault Chart zeigen soll sich am Management nichts ändern.

wal/dpa-AFX



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