Qualitätsmängel Wal-Mart will Kontrollen in China verstärken

Wegen zahlreicher Probleme bei chinesischen Produkten will der Einzelhändler ein Programm zur Qualitätssicherung und für bessere Produktionsbedingungen umsetzen. Bereits in wenigen Monaten soll es in China umgesetzt werden.


Peking - Der US-Einzelhändler Wal-Mart will nach Problemen mit chinesischen Lieferanten die Sicherheitsbestimmungen und Kontrollen verschärfen. Die Qualitätsstandards sollen verbessert und die Arbeitsbestimmungen eingehalten werden. "Betrug bei der Qualität der Produkte ist Betrug an unseren Kunden. Das werden wir bei Wal-Mart nicht dulden", sagte Vorstandschef Lee Scott am Mittwoch vor Journalisten in Peking. Gleichzeitig räumte Scott ein, dass die Maßnahmen zu niedrigeren Margen führen könnten. Es sei auch möglich, dass die Verbraucher am Ende etwas mehr für einige Produkte bezahlen müssten.

Wal-Mart arbeitet weltweit mit mehr als 60.000 Lieferanten zusammen und erwirtschaftet rund neun Milliarden Dollar Umsatz mit Artikeln "Made in China". Nachdem zuletzt aber immer wieder Qualitätsmängel auftraten und Produkte aus China zurückgerufen werden mussten, will Wal-Mart nun stärker durchgreifen.

Dazu will der Einzelhandelskonzern eine Vereinbarung mit seinen Lieferanten schließen, die günstigere Produktionsbedingungen und hohe Qualität der Produkte sicherstellen soll. Wal-Mart will den Vertrag innerhalb weniger Monate in China und bis 2011 weltweit umsetzen.

rom/Reuters/dpa-AFX



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