Quartalsgewinne IBM und Intel verzeichnen massiven Einbruch

Die amerikanischen Hightech-Konzerne IBM und Intel haben erwartungsgemäß weiter sinkende Quartalsgewinne gemeldet. Trotzdem erfüllten sie die Erwartungen der Analysten.


"Solide Ergebnisse": Craig Barrett
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"Solide Ergebnisse": Craig Barrett

New York/ Santa Clara - Beim Chip-Marktführer Intel fiel der Gewinn im dritten Quartal um 96 Prozent auf 106 Millionen Dollar. IBM wies einen Nettoprofit von 1,6 Milliarden Dollar aus, was im Jahresvergleich einen Rückgang um 19 Prozent bedeutet.

Intel-Konzernchef Craig Barrett führte den massiven Gewinneinbruch auf die schlechte Konjunktur, die Preiskämpfe mit dem Hauptrivalen AMD und die allgemeine Misere in der Chip-Branche im dritten Quartal zurück. In einem solchen Umfeld seien die Quartalsergebnisse als solide zu bezeichnen. "Während die Weltwirtschaftslage schwach blieb, haben wir unsere Wettbewerbsposition weiter gestärkt und erwarten im vierten Quartal ein mäßiges mengenmäßiges Wachstum für Mikroprozessoren und Flash Chips", betonte Barrett.

Der Umsatz schrumpfte um 25 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie erreichte unter Ausklammerung von Sonderfaktoren mit zehn Cents allerdings die Prognosen der Wall-Street-Analysten. Die Intel-Aktien legten deshalb nachbörslich zu.

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Auch IBM, dessen Umsatzerlöse sich um 6,3 Prozent auf 20,4 Milliarden Dollar verringerten übertraf die Erwartungen der Analysten: Der Gewinn pro Aktie betrug 90 Cents. Die von First Call/Thomson befragten Experten hatten einen Gewinn je Aktie von 89 US-Cent erwartet. Der Nettogewinn fiel im gleichen Zeitraum von 2,0 Milliarden auf 1,6 Milliarden Dollar. Der Umsatz sank um sechs Prozent im Jahresvergleich auf 20,4 Milliarden Dollar. Die Brutto-Marge stieg auf 36,2 Prozent nach 35,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Hardware-Umsätze hätten unter den Terroranschlägen vom 11. September gelitten, hieß es. Das vierte Quartal dürfte nach Erwartung von IBM eine "Herausforderung" werden. Die von Analysten genannte Prognose für das vierte Quartal bezeichnete IBM als "vernünftig".



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