Quartalszahlen II TUI-Gewinn bricht drastisch ein

Europas größter Reisekonzern TUI hat im zweiten Quartal einen Überschuss von nur noch 112,9 Millionen Euro erzielt. Das angeschlagene Unternehmen konnte seine Schulden weiter reduzieren.


Hannover - Das Konzernergebnis habe deutlich unter dem Vorjahresgewinn von 506 Millionen Euro vor einem Jahr gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hannover mit. Vor einem Jahr hatte TUI Chart zeigen noch von Sondererlösen aus dem Verkauf der Energiesparte profitiert. Die Nettoverschuldung sei bis Ende Juni um rund 500 Millionen Euro auf 3,288 Milliarden Euro gesunken.

Im vorbörslichen Handel wurde die Aktie in einer Spanne von 14,20 Euro bis 14,32 Euro gehandelt. Tags zuvor war sie mit minus 2,21 Prozent bei 14,15 Euro aus dem Handel gegangen.

Die Buchungslage für die laufende Sommersaison im wichtigsten Konzernbereich Touristik bezeichnete TUI als gut. Das konzernweite Umsatzplus betrage aktuell 2,5 Prozent. Der Gästezuwachs liege bei 1,9 Prozent. TUI bekräftigte, dass die Touristik-Sparte im Geschäftsjahr 2004 ein um mindestens 70 Prozent besseres Ergebnis erzielen werde.

Angesichts von Übernahmespekulationen hatte das Unternehmen bereits am 5. August und damit eine Woche früher als geplant über wesentliche Daten zur Geschäftsentwicklung informiert und erstmals einen Ausblick auf das Gesamtjahr gegeben.

Im zweiten Jahresviertel stieg das konzernweite bereinigte Ebta (Ergebnis vor Steuern und Firmenwertabschreibungen) auf 112 Millionen Euro nach einem Verlust von 29 Millionen Euro im Vorjahr. Konzernweit rechnet TUI für das laufende Jahr mit einem Ebta von mindestens 420 Millionen Euro.



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