Quartalszahlen Microsoft enttäuscht mit Gewinneinbruch

Softwareriese Microsoft schwächelt: Der US-Konzern hat im abgelaufenen Quartal 30 Prozent weniger Gewinn gemacht und deutlich Umsatz eingebüßt. Die Hoffnungen ruhen nun mehr denn je auf dem neuen Betriebssystem Windows 7, das endlich wieder einen Erfolg bringen soll.


Redmond - Dem weltgrößten Softwarekonzern Microsoft Chart zeigenmacht die Wirtschaftskrise weit mehr zu schaffen als erwartet. Der Gewinn des US-Riesen brach im vierten Geschäftsquartal um fast 30 Prozent auf 3 Milliarden Dollar ein. Der Umsatz fiel um 17 Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Mit seinen Zahlen blieb der Konzern klar unter den Erwartungen der Analysten. Die Anleger zeigten sich massiv enttäuscht. In einer ersten nachbörslichen Reaktion brachen Microsoft-Titel um fast sieben Prozent ein, nachdem sie zuvor noch um drei Prozent geklettert waren. "Unser Geschäft wurde erneut von der Schwäche auf dem weltweiten PC- und Server-Markt negativ beeinflusst", sagte Finanzchef Chris Liddell.

Im gesamten Geschäftsjahr 2008/2009, das am 30. Juni endete, fiel der Umsatz um drei Prozent auf 58,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn sackte um fast 18 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar ab.

Richten soll es das neue Betriebssystem Windows 7, das ab dem 22. Oktober verkauft wird. Microsoft kämpft seit Monaten darum, nach dem Misserfolg des Vorgängers Windows Vista wieder einen Kassenschlager zu produzieren. Die erste Hürde schaffte das Unternehmen bereits Mitte Juni, als das online vorbestellbare Betriebssystem reißenden Absatz fand. Auch eine neue Version der Bürosoftware Office soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen.

can/dpa/dpa-AFX



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