Quartalszahlen Motorola zeigt Moody's den Finger

Der amerikanische Elektronikkonzern Motorola hat im dritten Quartal 2003 die Gewinnerwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Mit den früher als geplant veröffentlichten Zahlen versucht das Unternehmen der Einschätzung einer Ratingagentur entgegenzutreten, die die Finanzlage des Konzerns für desolat hält.


Motorola: Während die Chip-Sparte Probleme hat, boomt das Handy-Segment
AP

Motorola: Während die Chip-Sparte Probleme hat, boomt das Handy-Segment

Schaumburg - Motorolas Gewinn pro Aktie lag bei unverändert fünf Cent je Aktie, teilte das Unternehmen am Montag mit. Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren verdiente Motorola sechs Cent je Aktie, während die Analysten auf dieser Basis nur mit drei Cent Gewinn pro Aktie gerechnet hatten.

Der Konzern hatte seine Zahlen ursprünglich am Dienstag nach Börsenschluss bekannt wollen. Nachdem Motorola am vergangenen Freitag jedoch von der Ratingagentur Moody's herabgestuft worden war, beschloss das Unternehmen, die Veröffentlichung seiner Quartalszahlen vorzuziehen. Damit will Motorola wohl dem Eindruck entgegentreten, der Konzern habe finanzielle Schwierigkeiten. Moody's hatte Motorolas Kreditrating zurückgenommen und in Aussicht gestellt, die Bonität des Konzerns könnte demnächst auf "Junk" herabgestuft werden.

Motorola steigerte seinen Handy-Umsatz im dritten Quartal um acht Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Der Auftragseingang erhöhte sich um 44 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Motorola lieferte 20,2 Millionen Handys aus, das entspricht einem Plus von 19 Prozent. Die Handy-Nachfrage erhöhte sich vor allem in Nord- und Südamerika.

Motorola-Aktien Chart zeigen stiegen am Montag zum Handelsauftakt um 2,3 Prozent auf 14,10 Dollar.



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