Quartalszahlen Siemens erzielt bei Handys Rekordabsatz

Der Technologiekonzern Siemens hat im ersten Geschäftsquartal 2003/04 den Gewinn deutlich stärker gesteigert als von Branchenexperten erwartet. Vor allem die Telekommunikationssparte legte zu.


Handy-Produktion bei Siemens: Die einst kriselnde Sparte hat deutlich zugelegt
AP

Handy-Produktion bei Siemens: Die einst kriselnde Sparte hat deutlich zugelegt

München - Das operative Ergebnis habe auf 1,361 Milliarden Euro zugelegt von 1,097 Milliarden Euro ein Jahr zuvor, teilte Siemens Chart zeigen am Donnerstag in München mit. Analysten hatten im Durchschnitt 1,165 Milliarden Euro erwartet. Den Konzernumsatz für den Zeitraum Oktober bis Dezember nannte Siemens mit 18,33 (Vorjahr: 18,84) Milliarden Euro, den Überschuss mit 726 (521) Millionen Euro. Größter Ertragsbringer sei zwar die seit Jahren starke Medizintechnik gewesen, die größte Ergebnissteigerung habe jedoch die vor Jahresfrist noch defizitäre Netzwerksparte ICN erreicht.

Siemens-Chef Heinrich von Pierer wiederholte seine im Herbst gemachte Prognose eines prozentual zweistelligen Anstieges beim Jahresüberschuss für das gesamte Geschäftsjahr. Dabei dürften sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen allerdings nicht wieder verschlechtern, fügte er in einer Stellungnahme vor Beginn der Hauptversammlung hinzu.

Die beiden Telekommunikationssparten ICN (Netzwerke) und ICM (Mobilfunk) profitierten vom aufgehellten Branchenklima und erzielten deutliche Verbesserungen beim operativen Ergebnis. ICN schloss das erste Geschäftsquartal mit einem Gewinn von 51 (minus 151) Millionen Euro ab, ICM steigerte den operativen Gewinn auf 123 (59) Millionen Euro. Beide Sparten übertrafen die Schätzungen der Analysten damit deutlich.

ICM habe außerdem mit 15,2 Millionen verkauften Handys einen neuen Absatzrekord aufgestellt, teilte Siemens mit. Damit dürfte der Konzern als viertgrößter Handyhersteller der Welt näher zu den drei führenden Anbietern Nokia, Motorola und Samsung aufgerückt sein.

Den im laufenden zweiten Quartal verbuchten Gewinn aus dem jüngsten Verkauf von Anteilen am Chiphersteller Infineon nannte Siemens mit 800 Millionen Euro einschließlich Steuereffekten. Bisher hatte Siemens einen Buchgewinn in der Größenordnung von 600 Millionen Euro genannt.



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