Quartalszahlen Teure Rohstoffe belasten BMW

Bislang verwöhnte BMW seine Aktionäre stets mit positiven Quartalswerten. In den vergangenen drei Monaten geriet der Autobauer indes unter Druck. Modellwechsel, Währungsturbulenzen und hohe Rohstoffpreise hinterlassen Spuren in der Bilanz.


BMW-Produktion: "Mir gefallen diese Zahlen nicht"
DPA

BMW-Produktion: "Mir gefallen diese Zahlen nicht"

München - Im ersten Quartal sei das Vorsteuerergebnis um rund fünf Prozent auf 812 Millionen Euro gesunken, teilte der Konzern mit. Der Überschuss verringerte sich von 523 auf 519 Millionen Euro. Der Umsatz ging um vier Prozent auf 10,4 Milliarden Euro zurück. Den Absatz hatte der Konzern, wie bereits berichtet, um gut acht Prozent auf 292.000 verkaufte Autos gesteigert. Im Gesamtjahr rechnet Konzernchef Helmut Panke mit einem Gewinn auf Vorjahresniveau.

Die Zahlen sind laut der ersten Einschätzung eines Händlers zumeist unter den Erwartungen ausgefallen. Umsatz und Vorsteuergewinn hätten die Marktprognosen verfehlt. "Mir gefallen diese Zahlen nicht", sagte der Börsianer. Der Autobauer habe ein Margenproblem, welches sich in den Zahlen zum ersten Quartal zeige, hieß es weiter.

Rohstoffkosten belasten

"Die ersten drei Monate 2005 bestärken unsere positiven Erwartungen für das Gesamtjahr", sagte Konzernchef Panke. Trotz des Modellwechsels beim 3er will BMW Chart zeigen weiterhin das hohe Ergebnisniveau des Vorjahres "in etwa" erreichen. Panke hatte dieses Ziel bisher als "stabiles Ergebnis" betitelt, was nach früheren Definitionen aber auch einen Rückgang um bis zu zehn Prozent bedeuten kann.

Belastungen für das Jahresergebnis sieht BMW vor allem im starken Euro und den steigenden Rohstoffpreisen. Diese hat der Konzern bislang noch nicht beziffert. BMW hofft jedoch, durch das angepeilte Absatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich und Maßnahmen zur Effizienzverbesserung einen Teil dieser Belastungen wieder wettzumachen.

Rohstoffpreise und Wechselkurseffekte hatten bereits im ersten Quartal einen negativen Einfluss auf das Automobilgeschäft. Hier stieg zwar der Umsatz um 2,2 Prozent auf 9,954 Milliarden Euro, das Vorsteuerergebnis ging jedoch um 5,4 Prozent auf 702 Millionen Euro zurück.



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