Acht Festnahmen Razzia gegen Spielhallenbetreiber in mehreren Bundesländern

Insgesamt 70 Durchsuchungen hat es bei Betreibern von Spielhallen gegeben. Sie sollen Steuern in zweistelliger Millionenhöhe hinterzogen haben.
Manipulierte Spielautomaten sollen falsche Zahlen für die Steuer gespeichert haben (Symbolfoto)

Manipulierte Spielautomaten sollen falsche Zahlen für die Steuer gespeichert haben (Symbolfoto)

Foto: Bernd Wüstneck/ dpa

Mit einer Razzia sind Polizei und Steuerfahnder am Dienstag gegen Betreiber von Spielhallen in mehreren Bundesländern vorgegangen. Die Beschuldigten sollen über Jahre die Auslesedaten von Spielautomaten manipuliert haben, um weniger Steuern zu zahlen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Bochum mitteilten. Demnach gab es acht Festnahmen.

Mithilfe der manipulierten Spielgeräte sollen die beschuldigten Betreiber diverser Spielhallen ihre Umsätze regelmäßig deutlich nach unten korrigiert haben. Sie betrieben die Spielhallen über ein in Berlin und Nordrhein-Westfalen ansässiges »Firmengeflecht«. Durch den mutmaßlichen Betrug sei ein Gesamtsteuerschaden im zweistelligen Millionenbereich entstanden.

Zwölfmal Vermögenswerte eingezogen

Gegen eine »Vielzahl« von Beschuldigten werde deshalb unter anderem wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Fälschung ermittelt. In Bayern, Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein gab es rund 70 Durchsuchungen. Außerdem wurden zwölf Vermögensarreste vollstreckt. Mit einem Vermögensarrest sichern Ermittler Vermögenswerte frühzeitig, wenn es möglich erscheint, dass die Beschuldigten eine Geldstrafe oder einen Schadensersatz später, wenn ihre Schuld erwiesen ist, nicht mehr zahlen können.

mamk/dpa
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