Reformstreit in der SPD Agenda-Kritiker fordert die Grundrente

Die in der Agenda 2010 skizzierten Reformen gehen auch einigen Kritikern innerhalb der SPD noch nicht weit genug. Heiko Lässig, Sprecher des Leipziger "Forums junge Sozialdemokraten" fordert die Grundrente und die Einheitskrankenkasse.


Leipzig - Bundeskanzler Gerhard Schröder müsse noch viel mehr Reformen wagen, sagte Lässig, gegenüber der "Leipziger Volkszeitung". "An Stelle des nicht mehr zukunftsfähigen umlagefinanzierten Rentensystems soll eine steuerfinanzierte Grundrente treten. Alles drüber hinaus muss durch eine private Eigenvorsorge abgedeckt werden", sagte Lässig. Für den Übergang sei eine schrittweise Absenkung des Rentenniveaus bis hin zur Grundrente anzustreben.

Zur Senkung der Gesundheitskosten forderte der Forums-Sprecher eine einzige gesetzliche Krankenkasse, in der alle Bürger Pflichtmitglied sind. Wer über die medizinische Versorgung hinaus abgedeckt sein wolle, könne diese Zusatzleistungen privat versichern. Für jede medizinische Leistung solle ein Eigenbetrag fällig werden.

Das "Forum junge Sozialdemokraten" versteht sich als Reformmotor und als politischer Gegenpol zu den Jungsozialisten in der SPD.



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