Vermögen in Deutschland Reimanns sind die Reichsten

Wer sind die wohlhabendsten Deutschen? Das manager magazin hat ein neues Ranking vorgelegt. Die Familie an der Spitze verdient ihr Geld mit Mode, Kosmetik und Jacobs Kaffee.
Herr über viel Geld: Peter Harf leitet die JAB Holding, die die Beteiligungen der Familie Reimann verwaltet

Herr über viel Geld: Peter Harf leitet die JAB Holding, die die Beteiligungen der Familie Reimann verwaltet

Foto: Getty Images for DKMS

Mit einem geschätzten Vermögen von 32 Milliarden Euro ist die Unternehmerfamilie Reimann nach Berechnungen des manager magazin  die reichste in Deutschland. Das Vermögen der Reimanns sei allerdings innerhalb eines Jahres um drei Milliarden Euro geschmolzen, berichtete die Zeitschrift am Donnerstag.

Die Reimanns halten Mehrheitsbeteiligungen an dem Mode- und Kosmetikkonzern Coty und dem Kaffeeproduzenten Jacobs Douwe Egberts. Coty kämpft seit einigen Jahren mit Umsatzschwäche und roten Zahlen.

Auf Platz zwei der Rangliste der reichsten Deutschen steht der Lidl-Gründer Dieter Schwarz mit einem Vermögen von 30 Milliarden Euro. Als Drittplatzierte werden die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt genannt, die fast die Hälfte der BMW-Aktien besitzen. Ihr Vermögen sei als Folge der Coronakrise um 1,5 Milliarden Euro auf 25 Milliarden Euro gesunken.

Die genannten Vermögen sind Schätzungen. Bewertungsgrundlage sind Recherchen in Archiven und Registern sowie bei Vermögensverwaltern, Anwälten, Bankmanagern und den Vermögenden selbst. Die Aktienvermögen wurden mit den Schlusskursen vom 15. September bewertet.

Eine Aufstellung der "Welt am Sonntag", veröffentlicht am 20. September, war zu einem anderen Ergebnis gekommen. Demnach ist Lidl-Gründer Schwarz der reichste Deutsche mit einem geschätzten Vermögen von 41,8 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgt die Familie Reimann mit 21,45 Milliarden Euro.

Auch bei dieser Rangliste handelt es sich nach Angaben des Blattes um Schätzungen mit vergleichbaren Grundlagen: Register, Archiv- und Dokumentensammlungen, Vermögensverwalter, Finanzexperten, Anwälte und Vertreter der untersuchten Familien. Bewertet worden seien etwa das Aktienkapital (Stand: 15. September 2020), Unternehmen (nach Umsatz, Profitabilität, Marktstellung), Kapitalanlagen, Immobilien, aber auch Kunstsammlungen und Familienstiftungen.

mamk/dpa
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