Reisemesse ITB Thomas Cook spart an den Messeständen

Europas zweitgrößter Tourismuskonzern Thomas Cook hat seine Teilnahme an der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin im nächsten Jahr abgesagt. Der Messeauftritt ist dem Rotstift zum Opfer gefallen.


Urlauberin: Der Messeauftritt wird eingespart
FRANK SCHNEIDER

Urlauberin: Der Messeauftritt wird eingespart

Oberursel - Keine Marke des Konzerns werde auf der weltgrößten Reisemesse in Berlin Mitte März vertreten sein, sagte eine Sprecherin am Montag in Oberursel und bestätigte damit Presseberichte.

Begründet wurde die Absage mit dem konzernweit laufenden Programm zur Ergebnissicherung, das 530 Millionen Euro an Kosten sparen soll. Dies sei auf Grund der Buchungsrückgänge nach den Terroranschlägen und der Anstrengungen für die Integration der ausländischen Töchter notwendig gewesen, so eine Thomas-Cook-Sprecherin. Zurzeit liege das Unternehmen konzernweit bei den Buchungen rund zwölf Prozent unter dem Vorjahr.

Die Projektleiterin der ITB, Susanne Rousselot, sagte, die Geschäftsführung der Messe sei noch im Gespräch mit Thomas Cook. Möglicherweise werde noch ein Kompromiss gefunden. Details wollte sie nicht nennen. Thomas Cook habe im vergangenen Jahr mit einem Stand von mehr als 450 Quadratmetern zu den größten Ausstellern in der Halle 9 gehört.

Andere Veranstalter hätten bislang nicht abgesagt. Wie allerdings die Teilnahme der USA aussehen werde, sei noch nicht klar. Nach den Terroranschlägen habe es Absagen gegeben. Es werde aber auf jeden Fall wie in den Vorjahren auch eine Amerika-Halle geben, sagte Rousselot.

Der Marktführer Preussag mit der Hauptmarke TUI hält hingegen nach Worten von Preussag-Sprecher Herbert Euler an seinen Plänen für eine Präsentation auf der ITB fest. Aufgrund rückläufiger Buchungen hatte auch Preussag ein Sparprogramm in nahezu allen Bereichen aufgelegt, das noch in diesem Geschäftsjahr 40 Millionen Euro einbringen soll.



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