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Rekord-Verlust bei Hapag-Lloyd

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aus DER SPIEGEL 11/1984

Deutschlands größte Reederei, die in Hamburg und Bremen ansässige Hapag-Lloyd AG, hat im vorigen Jahr einen neuen Rekordverlust eingefahren: 165 Millionen Mark verlor die Firma 1983. Das norddeutsche Unternehmen, das neben der Linienschifffahrt eine Charter-Fluggesellschaft (Hapag-Lloyd Flug), eine Spedition (Pracht) und eine Reisebürokette betreibt, ist für die Anteilseigner zu einem unkalkulierbaren Risiko geworden: Im Geschäftsjahr 1982 hatten die Hapag-Lloyd-Manager bereits 60 Millionen Mark abschreiben müssen. Die Aktionäre - voran die Deutsche und die Dresdner Bank sowie der Versicherungskonzern Allianz - mußten dem Transport-Konzern bereits 240 Millionen Mark an frischem Geld zuführen. Besonders verlustreich war im vorigen Jahr wiederum der Transport auf dem Nordatlantik, wo vielfach Ostblock-Schiffe die Frachtraten unterbieten. Für rote Zahlen sorgte auch die Spedition Pracht. Trotz der riesigen Fehlbeträge soll Hans Jakob Kruse die Firma weiterführen. Nur für einen neuen Vertriebschef will der Aufsichtsrat sorgen.

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