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IMMOBILIEN Rente für Hausbesitzer

aus DER SPIEGEL 44/2000

Immobilienbesitzern bietet die Dresdner Bauspar AG eine neue Möglichkeit, ihre Rente aufzubessern. Sie können sich das in ihrem Eigenheim gebundene Kapital in monatlichen Raten auszahlen lassen, ohne ausziehen zu müssen. Nach dem Tod des Besitzers fällt das Haus an eine von der Bausparkasse initiierte Treuhandgesellschaft. Nach einer Modellrechnung für das zunächst auf das Rhein-Main-Gebiet beschränkte Pilotprojekt erhält der 65jährige Besitzer eines Eigenheims, das einen Verkehrswert von 600 000 Mark hat, eine monatliche Rente von rund 1600 Mark. Die Zahlung erhöht sich jährlich um 1,5 Prozent. Bei einem Eigentümerehepaar ist die monatliche Zahlung deutlich niedriger, weil bei zwei Personen eine höhere Lebenserwartung von einer Person einzukalkulieren ist. Nur wenn der Besitzer in den ersten fünf Jahren nach Vertragsbeginn stirbt, wird der Restwert des Hauses abgezinst an die Erben ausgezahlt. Stirbt er später, gehen die Erben leer aus, das Haus fällt an die Treuhandgesellschaft. Je früher der Immobilienbesitzer stirbt, desto besser ist das Geschäft für die Dresdner Bauspar. Das Lahnsteiner Finanz-Institut Klöckner hat ausgerechnet, dass die Rendite für die Bausparkasse bei 13,5 Prozent liegt, wenn der Hausbesitzer 78 Jahre alt wird und sein Haus jedes Jahr ein Prozent mehr wert wird. Sollte er 88 Jahre alt werden, sinkt die Rendite auf 3,2 Prozent.

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